Vor dem Start in die 2. Tischtennis-Bundesliga

TTC GW Bad Hamm geschwächt: Kein Visum für Platonov und Rukletsov

Tischtennis
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Fehlt den Grünweißen beim Auftakt in Mainz: Spitzenspieler Pavel Platonov.

Am Samstag startet der TTC Grünweiß Bad Hamm beim FSV Mainz 05 in die 2. Tischtennis-Bundesliga. Pavel Platonov ist nicht dabei. Der beste Spieler der Liga im vergangenen Jahr erhält wegen der durch die Coronarichtlinien geänderten Bestimmungen kein Visum. Dem Weißrussen bleibt die Einreise verwehrt.

Hamm - Mit der Qualifikation für die erste Hauptrunde im DTTB-Pokal vor zwei Wochen, als der TTV Grünweiß Bad Hamm sogar ohne seine Nummer eins, Pavel Platonov, in der Vorrunde erfolgreich war, hatten die heimischen Akteure einen gelungenen Start in den Wettkampfspielbetrieb. Am kommenden Wochenende, die ersten Zweitligaspiele liefen bereits, greift der TTC nun auch in den Kampf um die Punkte in der 2. Tischtennis-Bundesliga ein. Unter einem guten Stern steht der Auftritt am Samstag beim Vorjahreszeiten FSV Mainz 05 (18 Uhr) jedoch nicht. 

Pavel Platonov, erfolgreichster Spieler der Liga im vergangenen Jahr, wird nicht mit von der Partie sein. Aufgrund der durch die Coronarichtlinien geänderten Einreisebestimmungen bleibt dem 37-jährigen Weißrussen die Einreise verwehrt. Er erhält derzeit kein Visum, ebenso wie der zweite belarussische Mann im Team der Hammer, Vladislav Rukletsov, die Nummer fünf. „Es ist wirklich eine missliche Situation: Da gehst du als der von vielen anderen Vereinsvertretern getippte Meisterschaftsfavorit ins Rennen und musst nicht nur auf deinen besten Mann, sondern auch noch auf den spielstarken Ersatzmann verzichten“, ist der GW-Vorsitzende Martin Vatheuer alles andere als erfreut. 

Grünweißen sind die Hände gebunden

Den Grünweißen sind die Hände gebunden. Sie können kann nur hoffen, dass sich die Bestimmungen schnellstmöglich wieder ändern oder die beiden auf irgendeine Art und Weise doch noch auf ein Visum hoffen dürfen. „Sollte sich nichts ändern, sind wir ohne eigenes Zutun vom Meisterschaftsanwärter zum Abstiegskandidaten mutiert. So schnell kann das gehen in diesen unkonstanten Zeiten.“ Trotz der widrigen Umstände reisen die Hammer guten Mutes nach Mainz: Alle verbleibenden Akteure haben vor Wochenfrist ihre gute Form bewiesen und wollen auch ohne den Teamleader bei den 05ern in Mainz eine gute Figur abgeben.

In Mainz wird's richtig schwer

 Mit dem Kader, bestehend aus Laurens Devos, Gerrit Engemann, Olav Kosolosky und Aufrücker Andre Bertelsmeier aus der zweiten Mannschaft, sowie dem Trainerstab Henk van Spanje, Wim van Breenen und Niklas Ostrowski geht es am Samstagmittag auf die dreistündige Fahrt nach Mainz. Die Möglichkeit unter den gegebenen Voraussetzungen einfach oder gar doppelt zu punkten, sind mehr als schwer. Ohne Andre Bertelsmeier – der 15-Jährige zählt zu den besten Spielern seines Alters in Deutschland – zu nahe treten zu wollen: An zählbare Erfolge durch ihn gegen Akteure, die um die 300 Tischtennis-Ranglisten-Punkte (TTR) mehr auf dem Konto haben als er selbst, ist nicht zu denken.

 Die Erfahrung, die der Nachwuchsmann mitnehmen wird, wird ihn indes weiter nach vorne bringen. So hängt es an den anderen drei Spielern, vielleicht doch das Unmögliche möglich zu machen. „Laurens, Gerrit und Olav sind in ihren sechs Einzeln sicherlich in jeder Partie ebenbürtig, jedoch müsste es dann schon optimal laufen. An einem guten Tag sind auch vier oder fünf Siege aus den sechs Begegnungen drin“, will Vatheuer die Hoffnung nicht aufgeben. „Ich traue unserem Team jedenfalls auch in dieser Formation viel zu“, so Vatheuer.

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