Rollhockey-Finale

SK Germania will am liebsten schon Samstag feiern

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Liam Hages

HAMM - Der Feiermodus? Nein, den hat Liam Hages noch nicht angestellt. Denn trotz des 9:2-Hinspielsieges im ersten von drei möglichen Play-off-Endspielen um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft gegen den RSC Cronenberg wissen die Spieler des SK Germania Herringen, dass sie keineswegs am Ziel ihrer Träume sind. „So grandios wir am vergangenen Samstag auch gespielt haben, wenn wir am Samstag 0:1 verlieren, fängt alles wieder bei null an. Wir haben also noch nichts gewonnen“, sagt Hages.

Daher freut sich der 24 Jahre alte Nationalspieler derzeit einfach nur auf das zweite Titel-Duell am Samstag in der wohl wieder proppevollen Glückauf-Halle in Herringen, macht sich noch keine Gedanken über irgendwelche Jubelfeiern oder darüber, dass er Teil der Mannschaft sein könnte, die das erste Double in der Vereinsgeschichte einfahren kann. „Klar redet man da mal drüber oder denkt daran, aber das macht uns nicht nervös. Wir sind fokussiert auf das Spiel am Samstag“, betont Hages.

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Bislang sind die Germanen wie im Training durch die Play-off-Spiele marschiert, haben dabei vor allem mit dem 8:1-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen die ERG Iserlohn und natürlich mit dem 9:2-Coup in Cronenberg eindrucksvolle Duftmarken hinterlassen. „Das waren richtige Ausrufezeichen“, bestätigt Hages – und gibt dann zu: „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt, das war unglaublich.“ Doch es gibt gleich mehrere Gründe, warum die Herringer derzeit so famos aufspielen und den Konkurrenten lediglich die Rolle der Statisten gönnen. Da sind zuerst einmal die Erfahrungen zu nennen, die die SKG-Akteure bei ihrer ersten Teilnahme an der European League mit den Partien gegen Barcelona, Porto und Viareggio gesammelt haben. „Da haben wir gemerkt, wie schnell und mit welcher Präzision man Rollhockey spielen kann. Das haben wir dann versucht umzusetzen. Und jetzt wollen wir die Früchte ernten“, sagt Hages, der vor allem von den Teams aus Porto und Barcelona, die dann auch im Finale aufeinandergetroffen waren, beeindruckt war.

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Zudem hat die Nominierung von gleich vier Herringern (Lucas und Kevin Karschau, Robin Schulz und Liam Hages) für die anstehende Europameisterschaft noch einmal für zusätzliche Motivation gesorgt. „Seitdem wir vier wissen, dass wir dabei sind, läuft es irgendwie noch besser“, betont Hages.

Hinzu kommt, dass alle Spieler passend zum Saisonfinale ihre Topform gefunden haben. „In der Abwehr stehen wir klasse, gewinnen im 1:1 die meisten Zweikämpfe und lassen kaum was zu. Vorne treffen Lucas und Kevin fast alles. Und unser Keeper (Anm. der Redaktion: Maurice Michler) ist super drauf. Es passt einfach alles“, meint Hages.

Damit auch am Samstag wieder alles passt, haben sich Herringer konzentriert auf das kommende Wochenende vorbereitet. „Wir wollen natürlich schon direkt alles klar machen“, grinst der Herringer. „Denn samstags kann man besser feiern als an einem Sonntag, wenn man am nächsten Tag wieder arbeiten muss.“

Allerdings rechnen die Herringer mit einer Cronenberger Manschaft, die noch einmal alles versuchen und laut Hages „voll angreifen“ wird. „Der RSC ist gefordert, muss das Spiel machen. Und das sollte uns liegen. Wir werden jedenfalls unseren Streifen weiter durchziehen. Und das hat in den letzten Spielen sehr gut funktioniert“, zeigt sich der SKG-Akteur zuversichtlich, dass die Enscheidung bereits in der zweiten Finalpartie am Samstag fallen wird.

Doch Hages freut sich nicht nur auf die mögliche Feier am Wochenende, sondern auch darauf, dass es das letzte Spiel sein wird. „Die Saison war schon lang. Da wird es im Vorfeld der Europameisterschaft mal gut tun, kurz durchzuschnaufen“, sagt er. Und das will er natürlich am liebsten als frisch gebackener Double-Sieger. - –pad–

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