Hölzken gewinnt Derby gegen TSC Hamm 3:2

+
Hart umkämpft war das Derby zwischen Lohauserholz und dem TSC Hamm.

HAMM - Der TuS Germania Lohauserholz hat seinen Angstgegner besiegt. Nach einem unterhaltsamen und fairen Derby feierten die Hölzkener einen 3:2 (2:2)-Erfolg gegen den TSC Hamm. „Endlich waren wir mal siegreich. Das war das erste Mal, dass ich als Trainer gegen den TSC gewinne“, freute sich Germania-Coach Michael Scheffler.

„Aber es ist nicht einfach, gegen diese Jungs zu spielen. Sie machen die Räume immer wieder zu und sind sehr laufstark.“ Vor 150 Zuschauern schenkte TSC-Trainer Erdal Akyüz der Mannschaft sein Vertrauen, die mit 2:0 in Warendorf gewonnen hatte. Er ließ Enes und Mustafa Akyüz nach ihren abgelaufenen Sperren zunächst auf der Bank. Nach kurzem Abtasten eröffnete Ernur Algan mit einem satten Schuss (8.) eine erste Halbzeit, die von zahlreichen Torchancen geprägt war. Auf der anderen Seite legte Timo Hilse für Justin Wojciech auf, der am glänzend parierenden TSC-Keeper Ibrahim Sariman scheiterte (9.). Kurz darauf ging der Türkische SC in Führung. Ümit Marankoz drehte sich an der Strafraumkante und traf aus der Drehung über TuS-Schlussmann Thomas Goeke in den Winkel (14.). Damit war der Torreigen mit vier Treffern in acht Minuten eröffnet. Die Gastgeber glichen schnell zum 1:1 aus, nachdem Serkan Adas in den Lauf von Rudi Bieche spielte und dieser aus spitzem Winkel ins lange Eck einschoss (18.). Nach einem Konter und einem schönen Doppelpass mit Dennis Hübert brachte Timo Hilse die Grün-Weißen in Führung (20.), doch die Freude währte nur zwei Minuten. Nach einer herrlichen Kombination und einer präzisen Flanke zog Ümit Marankoz volley ab und glich zum 2:2 aus.

„Wir haben zwei wunderschöne Tore herausgespielt“, sagte TSC-Trainer Erdal Akyüz. „Aber wir haben vor dem Derby nur ein Mal trainieren können, weil unser Platz unter Wasser steht. Und ich weiß nicht, wo ich in dieser Woche trainieren soll. Unter diesen Bedingungen sind wir nicht konkurrenzfähig.“ Auch in der Folgezeit setzten beide Teams auf ihre Offensivstärken und leisteten sich immer wieder Unkonzentriertheiten in der Abwehrarbeit. Der TSC war zwar bemüht, nach einem Ballverlust schnell auf Rückwärtsbewegung umzustellen, doch Timo Hilse war ein ständiger Unruheherd, den die TSC-Hintermannschaft nie in den Griff bekam.

Nach der Pause wurde die Begegnung etwas hektischer. Beide Mannschaften agierten nicht mehr so strukturiert und spielten ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende. Während bei den Hölzkenern die entscheidenden Pässe zu unpräzise waren, zögerten die Gäste vor dem Tor mehrmals zu lange. So wie Tolga Özen, der freistehend überlegte und sich das Leder noch abnehmen ließ (48.). Der TuS verpasste es, bei Kopfbällen von Serkan Adas (49.) und Daniel Riemer (62.) sowie einem Schuss von Timo Hilse (63.), in Führung zu gehen.

„Der Zeitpunkt unseres Tores ist ein bisschen glücklich“, räumte Michael Scheffler ein. „Wir hatten nach der Halbzeit eher Chancen, einen Treffer zu erzielen.“ Nach einem langen Pass von Dennis Idczak hatte der TSC Timo Hilse aus den Augen verloren, der überlegt zum 3:2 einschob (83.). „Ich denke, ein Punkt wäre verdient gewesen. Aber wir wollten die Pässe auf Hilse unterbinden. Das ist uns nicht gelungen.“ - St

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare