SK Germania hofft auf ersten Sieg in der Königsklasse

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Lucas Karschau und seine Teamkollegen vom SK Germania wollen gegen Viena gewinnen.

HAMM - Die Generalprobe war nicht gerade beeindruckend. Mit viel Glück und einer eher durchwachsenen Leistung hatte der SK Germania Herringen am Samstag im Auswärtsspiel der Rollhockey-Bundesliga mit 3:2 bei der RESG Walsum gewonnen.

Doch die Mannschaft von Trainer Hans-Werner „Alfredo“ Meier will sich von diesem Auftritt nicht beirren lassen und strahlt im Hinblick auf die dritte Partie der Gruppenphase in der European League am Samstag (18 Uhr) in der Glückauf-Halle gegen den portugiesischen Vertreter Juventuda de Viena große Zuversicht aus.

„Unser Ziel ist es, den ersten Punkt oder gar den ersten Sieg unserer Vereinsgeschichte in der Königsklasse einzufahren“, stellt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt klar, erklärt aber gleichzeitig, dass auch die Mannschaft von der Atlantikküste alles andere als ein internationales Leichtgewicht in Sachen Rollhockey ist. Denn Viena belegte in der vergangenen Saison den vierten Platz in der starken ersten Liga Portugals und mischt seit Jahren im Europapokal mit. „Wenn man in Portugal unter die ersten Vier kommt, muss man ein Top-Team sein“, meint Brandt.

Dennoch ist Juventuda der schwächste der drei Gegner in der Herringer Gruppe – und daher wittert der SK Germania gegen dieses Team die große Chance auf das Premierenerfolgserlebnis in der Königsklasse. Genauso wie der SKG haben auch die Portugiesen ihre ersten beiden Spiele in der European League verloren, unterlagen bei Forte dei Marmi mit 2:6 und zuhause gegen HC Liceo mit 3:5. „Die Niederlagen sind allerdings nicht sehr hoch ausgefallen. Das zeigt, dass Viena in der Defensive sehr gut und überaus kompakt steht und aus einer sicheren Abwehr seine Angriffe aufbaut. Das heißt, dass das für uns ein Geduldsspiel werden wird“, mutmaßt Brandt. „Und es ist auch keine Mannschaft, die einen Star in ihren Reihen hat, sondern die geschlossen stark ist. Das wird eine harte Nuss.“

Der Vereinschef der Germanen hat derzeit aber kaum Zeit, sich Gedanken über die Stärken und Schwächen der Gäste zu machen. Er ist momentan wieder einmal fast rund um die Uhr mit den Planungen für dieses zweite Heimspiel in der European League beschäftigt. So war er am Montagmittag zum Beispiel extra noch an dem Hotel vorbeigefahren, in dem die Portugiesen von Freitag bis Sonntag nächtigen werden, um den Speiseplan zu besprechen. „Wir haben von den Portugiesen eine Vorgabe bekommen, den habe ich mit der Hotelküche abgestimmt“, so Brandt.

Das Team aus Viena wird am Freitag um 16.40 Uhr in Frankfurt/Main landen und dann per Shuttle, der vom SKG organisiert wird, vom Flughafen direkt in die Halle nach Herringen gefahren. Dort werden die Akteure eine Trainingseinheit bestreiten und vor Ort auch noch das Abendessen zu sich nehmen. „Wir werden die da beköstigen, ehe wir die Mannschaft dann zum Hotel bringen“, sagt Brandt.

Am Samstag haben die Portugiesen darum gebeten, um 16 Uhr vom Hotel abgeholt und zur Halle gebracht zu werden, wo um 18 Uhr der Anstoß erfolgt. Nach der Partie werden die beiden Mannschaften dann gemeinsam in einem Restaurant zu Abend essen. Ähnlich wird dies am Sonntag ablaufen. Ehe der Tross aus Viena zurück zum Flughafen nach Frankfurt aufbricht, gibt es noch einmal ein Essen in Herringen. „Wir haben das mit den Verantwortlichen von Juventuda so abgesprochen, dass wir uns um Hotel, Transfer und Essen für die hier in Hamm kümmern. Und die machen das dann genauso für uns, wenn wir unser Rückspiel am 13. Dezember in Portugal bestreiten. Das haben wir im vergangenen Jahr mit Porto genauso gehandhabt“, sagt Brandt, der am Samstag wieder mit einer stattlichen Kulisse rechnet: „Die Hammer Fans haben in diesem Jahr das letzte Mal die Möglichkeit, internationalen Rollhockey-Spitzensport zu sehen. Von daher gehen wir davon aus, dass es wieder gut voll wird.“ - –pad–

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