Rollhockey

Mitten im Meisterschaftsrennen: SKG Herringen im Spitzenspiel gefordert

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Auch auf eine gute Abwehrarbeit wird es für den SKG in Walsum ankommen: Liam Hages (links), Lucas Karschau und Torwart Timo Tegethoff hatten bereits im Hinspiel harte Arbeit zu verrichten.

Nach dem furiosen Europapokalabend, bei dem sich die Mannschaft von Trainer Christian Zarod nur knapp mit 3:4 gegen Benfica Lissabon geschlagen geben musste, steht am Samstag keinesfalls der langweilige Ligaalltag an.

Hamm – Im Topspiel der Rollhockey-Bundesliga wartet der Tabellenzweite aus Walsum auf die Herringer Spitzenreiter. „Wir haben Lissabon alles abverlangt und sie an ihre Grenzen gebracht. Beim Stand von 3:3 hatten wir ein paar gute Chancen, um in Führung zu gehen, vielleicht hätten wir das Spiel dann zu unseren Gunsten entscheiden können. Das war trotzdem das beste Europapokalspiel, das ich von uns gesehen habe“, blickt Christian Zarod stolz auf das Spiel in der European League am vergangenen Samstag zurück.

Gleichzeitig tritt der Coach vor dem Spitzenduell gegen den Tabellenzweiten RESG Walsum (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Beckersloh) auf die Euphoriebremse: „Wir dürfen jetzt nicht denken, dass uns in Deutschland keiner mehr was kann, nur weil wir gegen Lissabon eine gute Leistung gezeigt haben.“ In der Tat folgten in der Vergangenheit auf berauschende Europapokalnächte immer wieder krachende Niederlagen.

„Ich erinnere mich noch an das Spiel gegen Sporting Lissabon, als wir dann danach gegen Cronenberg verloren haben, oder die Niederlage gegen Darmstadt, kurz nach unserem Auftritt in Italien“, mahnt Zarod. Ein Mentalitätsproblem sieht der Trainer jedoch nicht. „Die Mannschaft motiviert sich immer selbst, da muss ich gar nicht viel machen.“

Während das Lissabon-Spiel auch am Montag noch das Hauptthema innerhalb der Mannschaft war, liegt der Fokus seit Dienstag auf dem wichtigen Auswärtsspiel. „Walsum versucht, Hockey zu spielen, die stellen sich nicht hinten rein. Sie haben sich seit dem vergangenen Jahr stark verbessert, haben eine gute Mischung gefunden“, analysiert Christian Zavod vor der Partie. Während die Herringer im Hinspiel beim knappen 7:6 nach Verlängerung noch Probleme hatten, verbuchte die Germania im Pokal einen deutlichen 7:2-Erfolg.

Herringen ist sich Favoritenrolle bewusst

„Wir sind leicht favorisiert, das ist klar“, stellt der Coach fest, „das bringt uns allerdings wenig, wenn wir das, was wir uns vornehmen, im Spiel nicht abrufen können. Vorsicht ist geboten, wir müssen konzentriert bleiben.“ Michael Brandt, Vorsitzender der Germania, sieht vor allem die beiden Nationaltorhüter in den Hauptrollen: „Timo Tegethoff hat schon die Stars aus Lissabon zur Verzweiflung gebracht, er ist extrem wichtig für die Mannschaft und gibt ihr Sicherheit. Aber auch Walsum hat mit Tobias Wahlen einen starken Schlussmann im Team.“

Im Falle eines Herringer Sieges ist das Rennen um Platz eins schon so gut wie entschieden. Bei aktuell einem Spiel weniger als die Konkurrenz, liegt die Germania zwei Punkte vor dem kommenden Gegner. „Wir haben danach mit Recklinghausen und den Blue Lions zwei leichte Spiele vor der Brust, die wir gewinnen müssen. Mit einem Sieg in Walsum sollten wir durch sein“, weiß auch der SKG-Trainer um die Bedeutung des Spiels.

„Wir wollen die dritte Meisterschaft in Folge gewinnen, das haben wir noch nie geschafft.“ Auch Brandt wünscht sich eine schnelle Vorentscheidung: „Gerade im Hinblick auf den voll gepackten Terminkalender würde uns ein Sieg gut tun. Wir haben noch die European League und auch das Halbfinale im Pokal vor uns.“

Die Personalsituation hat sich derweil entspannt, lediglich bei Justin Klein ist ein Einsatz nach einer Blinddarm-Operation fraglich.

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