SKG zum Jahresabschluss gegen IGR Remscheid

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Lucas Karschau

Hamm - Die Ernüchterung war direkt nach der unglücklichen 3:4-Niederlage in Düsseldorf am vergangenen Samstag groß im Lager des SK Germania Herringen. Eigentlich hatte sich der aktuelle Bundesliga-Tabellenführer ein wenig vom Rest des Feldes absetzen wollen – nun steht er vor dem letzten Spiel des Jahres am Samstag (18 Uhr/Glückauf-Halle) gegen die IGR Remscheid unter Zugzwang.

Denn derzeit ist der SK Germania punktgleich mit der RESG Walsum auf Platz eins – eine weitere Niederlage würde die Herringer daher mit großer Wahrscheinlichkeit die Tabellenführung kosten, da Walsum mit Schlusslicht RHC Recklinghausen eine relativ leichte Aufgabe zu meistern hat. Ohnehin haben die Walsumer noch ein Spiel weniger als der SK Germania bestritten. Dritter im Bunde der Spitzengruppe ist die ERG Iserlohn, die mit zwei Punkten Rückstand (23) auf die beiden Führenden in Lauerstellung ist.

Um so mehr gilt es, zum Jahresausklang alle Kräfte zu bündeln und die volle Konzentration auf die Begegnung gegen den Tabellensiebten aus Remscheid zu legen. „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. „Daher darf das Team Remscheid nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn es mit drei Punkten aus der Halle gehen will.“

Die Gäste seien zwar nach schleppendem Saisonstart mittlerweile durchaus in der Saison angekommen und haben vier Siege auf dem Konto – „doch in eigener Halle muss man diese Mannschaft schlagen“, zählt für Brandt nur der Sieg. Dass es für Remscheid zum Auftakt nicht so gut lief, lag vor allem daran, dass IGR-Top-Stürmer Yannick Peinke verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand. Seit der Nationalspieler zurück ist, rollt der Ball wieder gut bei den Gästen. „Peinke ist ein Vollstürmer und ständiger Unruheherd – da muss die Mannschaft ein Auge drauf werfen und seine Räume einengen“, lobt Brandt. „Er ist sehr torgefährlich und verfügt über eine enorme Schussstärke.“

Im Herringer Lager ist man mittlerweile schon froh, dass es am Ende in Düsseldorf „nur“ bei der knappen Niederlage geblieben ist. Denn Kapitän Lucas Karschau hatte sich nach Spielschluss über einige Entscheidungen in der Schlussphase bei den Unparteiischen beschwert. „Da hatten die Schiedsrichter die Hand schon an der Brusttasche“, sagt Brandt und ist froh, dass sein Kapitän unbeschadet aus der Diskussion herausgegangen ist. „Das wäre natürlich ein herber Verlust gewesen, wenn er für die kommenden Spiele auch noch gesperrt worden wäre.“

So kann der SK Germania mit Ausnahme des langzeitverletzten Liam Hages und des gesperrten Torhüters Maurice Michler alle Spieler gegen Remscheid aufbieten, um nach der überraschenden und ärgerlichen Niederlage in Düsseldorf die richtige Reaktion zeigen – auch Michael Baukloh wird dann wieder dabei sein. Der Torhüter hat in den vergangenen Wochen regelmäßig am Training beim SKG teilgenommen und „sich von Woche zu Woche gesteigert“, bestätigt Brandt, der davon ausgeht, dass Gegner Remcheid „sicher kompakt aufspielen und versuchen wird, uns nicht die Räume zu geben. Daher müssen wir über die Flügel kommen und versuchen, den Abwehrriegel auseinanderzuziehen.“

Nach dem Spiel wird die Mannschaft noch ein wenig in der Halle bleiben und das Gespräch mit den Fans suchen, ehe dann eine kurze Pause bis nach den Weihnachtstagen folgt. Noch vor Silvester wird Trainer Hans-Werner Meier die Mannschaft schon wieder in die Halle bitten. Schließlich steht am 9. Januar das Topspiel gegen den RSC Cronenberg an.

Die zweite Mannschaft des SK Germania wird am Sonntag noch einmal in der Regionalliga gefordert sein. Das Team bestreitet sein letztes Spiel des Jahres um 16 Uhr gegen RESG Walsum II in der Glückauf-Halle.

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