SK Germania Herringen grüßt von der Tabellenspitze

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Gruß von oben: Robin Schulz (links) und Lucas Karschau stehen mit dem SK Germania wieder an der Ligaspitze.

Hamm - Den „Joker“ haben sie noch gar nicht gezogen, da grüßen die Spieler des SK Germania Herringen den Rest der Rollhockey-Bundesliga bereits wieder von der Tabellenspitze.

Zehn Punkte aus den ersten vier Liga-Begegnungen mit dem krönenden 7:1-Kantersieg über den RSC Cronenberg vom Samstag flößen der Konkurrenz Respekt ein. Dabei hatten die Germanen vor Saisonbeginn aufgrund der angespannten Situation im eigenen Lager um Geduld gebeten und angekündigt, vermutlich erst zu den Play-Offs wieder voll da zu sein.

„Wir haben uns mit diesen Aussagen selbst den Druck ein wenig genommen, um dann die Konkurrenz zu schocken“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt lachend, um dann ernsthafter zu ergänzen, dass „es ja durchaus anders hätte laufen können – auch wenn das vor allem unsere Nationalspieler vielleicht ein wenig anders gesehen haben.“

Der „Joker“ – so der Spitzname des neuen SKG-Torhüters Bruno Joao Loelho Ferreira – wird in der kommenden Woche in Herringen erwartet. „Er wird am Dienstag zu uns stoßen“, sagt Brandt, der die Bestätigung erhalten hat, dass der Portugiese ab Mitte November für seinen neuen Klub in der Liga spielberechtigt sein wird. International wird er seine Premiere im Herringer Dress bereits am 24. Oktober im Cers-Cup gegen den italienischen Erstligisten aus Follonica feiern. Ab Januar wird der 24-Jährige dann voraussichtlich ganz nach Hamm ziehen.

Nach langem Warten hat nun Maurice Michler einen Anhörungstermin von der deutschen Anti-Doping-Agentur Nada erhalten. Der Torhüter wird am 10. oder 11. November beim Schiedsgericht in Düssseldorf vorsprechen, um sich zu seiner positiven Dopingprobe zu äußern. „Die Sperre kann irgendwo zwischen einem und vier Jahren festgelegt werden“, sagt Brandt, der hofft, „dass Maurice mit der Mindeststrafe davonkommt“.

Nicht zuletzt die Sperre ihres Torhüters hat die Herringer dazu bewogen, vorsichtig mit ihren Saison-Prognosen zu sein. Die Langzeit-Verletzung von Liam Hages, der nach seiner Schulter-Operation erst zum Saisonende ins Team zurückkehren wird, der späte Vorbereitungsbeginn, bedingt durch die Bandscheiben-OP von Trainer Hans-Werner Meier, sowie die eine oder andere kleinere Blessur bei den Spielern und die erwartete Eingewöhnungszeit von Rückehrer Luis Hages nach seiner Zeit in Remscheid waren weitere Gründe. „Das waren genügend Faktoren, um der Mannschaft den Druck zu nehmen“, stellt Brandt fest. „Aber die Jungs , vor allem die Nationalspieler, sind konditionell so gut drauf, dass sie selbst in den Spitzenspielen über die volle Distanz gehen können.“ So gesehen gegen Cronenberg: Während den etwas betagteren RSC-Akteuren am Ende der Partie die Luft ausging, drehten Lucas Karschau und Co. noch einmal richtig auf und fuhren so den deutlichen Erfolg ein. „Da war natürlich auch der Frust von der Pokalniederlage aus der vergangenen Saison noch dabei“, so Brandt. „Die Spieler sind an ihre Grenzen gegangen – es war klar, dass sie das so nicht stehen lassen wollten.“

Schon am kommenden Samstag steht das nächste Topspiel in der Bundesliga an – dann geht es gegen die Überraschungsmannschaft der RESG Walsum. Und die sind den Germanen zumindest in einem Punkt überlegen: Sie werden mit sechs ausländischen Spielern im Kader antreten

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