Rollhockey-Bundesliga

1:4 - SK Germania hat Ärger mit Unparteiischen

Es ging eng zu im Spitzenspiel der Rollhockey-Bundesliga in der Glückauf-Halle. Hier versucht sich Herringens Lucas Karschau (rechts) an der Bande durchzusetzen.
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Es ging eng zu im Spitzenspiel der Rollhockey-Bundesliga in der Glückauf-Halle. Hier versucht sich Herringens Lucas Karschau (rechts) an der Bande durchzusetzen.

Es war am Sonntag lange Zeit ein Rollhockey-Bundesliga-Spitzenspiel, wie es sich die knapp 400 Zuschauer in der Herringer Glückauf-Halle gewünscht hatten. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse.

Im Gipfeltreffen der Rollhockey-Bundesliga zeigten der SKG und der TuS Düsseldorf-Nord gestern ein mitreißendes und temporeiches Match auf Augenhöhe, in dem die Gäste ihre Chancen besser verwerteten, das Parkett am Ende nach einem 1:4 (1:1) als Sieger verließen und wieder die Tabellenführung übernahmen.

Am Ende stand jedoch nicht das eigentliche Spiel, sondern die Schiedsrichter Torsten Flössel (Gera) und Daniel Löwe (Wuppertal) im Mittelpunkt, die sich mit ihren teils fragwürdigen Entscheidungen und zwei Roten Karten während einer Auszeit gegen Kevin Karschau und Herringens Sportlichen Leiter, Norbert Hages, den Unmut des Publikums zuzogen. 

Rollhockey-Bundesliga: SKG Herringen - TuS Düsseldorf

Rollhockey-Bundesliga: SKG Herringen - TuS Düsseldorf

Selbst Düsseldorfer Spieler wie Tarek Abdalla gaben offen zu, die Entscheidungen der Schiedsrichter nicht nachvollziehen zu können. So suchten die Gäste in der abschließenden 4:2-Überzahlsituation überhaupt nicht mehr den Abschluss. 

"Keine klare Linie"

„Ich habe nur gesagt, dass ich mich an ihrer Stelle aufs Spiel konzentrieren würde, nachdem sie mich aufgefordert hatten, mich nicht über die Entscheidungen zu unterhalten“, erklärte Hages seinen Roten Karton, der ebenso wie SKG-Vorsitzender Michael Brandt damit rechnet, dass Torjäger Kevin Karschau wegen Meckerns eine Strafe von vier Wochen aufgebrummt bekommt. „Schon letzte Saison mit der Finalrunde und auch diese Spielzeit gehen wir aus Spielen heraus und können die Entscheidungen nicht nachvollziehen, auch in den Nachgesprächen nicht“, so Brandt. „Heute wird Lucas zweimal umgehauen und es gibt nur Teamfoul, dann als Konzessionsentscheidung wieder einen Penalty für uns. Die ganze Saison ist behaftet, es gibt keine klare Linie.“ 

Aus sportlicher Sicht begann das Topspiel gut für die Germanen, die viel Druck entwickelten und zu vielen gefährlichen Abschlüssen kamen. Neben vier Pfosten- und Lattenschüssen von Kevin Karschau (9., 37.), Stefan Gürtler (13.) und Robin Schulz (44.) besaßen die Hausherren eine Vielzahl weiterer hochkarätiger Möglichkeiten, die Düsseldorfs starker Nationaltorwart Jan Kutscha entschärfte. Nach einem Lattenschuss von Diogo Carrilho (4.) nutzte der TuS seine zweite Chance, um mit einem von Jonas Pink verwandelten Penalty in Führung zu gehen (11.). Herringen wich nicht von seinem Plan ab und kam zu weiteren Großchancen. Doch erst kurz vor der Pause markierte Liam Hages, der nach einer Erkrankung doch zum Einsatz kam, per Direktabnahme nach Vorlage von Kapitän Lucas Karschau das 1:1 (24.). 

Entscheidung nach der Halbzeit

Nach der Halbzeit sorgte Düsseldorf mit einem Doppelschlag für das 1:3, als Andreas Paczia (30.) und Tarek Abdalla (32.) SKG-Keeper Michael Schartner jeweils aus halbrechter Position überwanden. Der TuS konzentrierte sich nun noch konsequenter auf die Verteidigung. Mit dem 1:4 durch Abdalla, der nach Ablage von Andreas Paczia in den Winkel traf (39.), war die Begegnung dann endgültig entschieden. „Wir haben eine klasse erste Halbzeit gespielt. Leider haben wir zu wenig aus unseren Chancen gemacht“, bilanzierte Germania-Coach Christian Zarod.

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