Hammer Eishockey-Spieler klagen gegen Kenston

+
Sebstian Uckermann, der Leiter der Kenston-Unternehmensgruppe.

HAMM - Die Hammer Eisbären warten bisher vergeblich auf die Sponsorengelder, die vor Beginn der Saison an die Kenston-Unternehmensgruppe geflossen waren, um den Spielbetrieb in der Eishockey-Oberliga zu sichern.

Nach dem Rückzug der Kölner sollte die Summe, die mehr als 30.000 Euro betragen soll, eigentlich zurück nach Hamm überwiesen werden. „Wir warten täglich darauf, dass die Sponsorengelder bei uns eingehen, weil wir darauf angewiesen sind“, erklärte Eisbären-Sponsorensprecher Werner Nimmert.

„Außerdem sehen wir es als moralische Verpflichtung an, dass die Gelder ihrem eigentlich Zweck zugeführt werden, weil die Sponsoren sie im guten Glauben für den Spielbetrieb der Hammer Eisbären zur Verfügung gestellt haben. Weiter wollen wir uns zu diesem schwebenden Verfahren nicht äußern“, so Nimmert weiter.

Auf Anfrage des WA bezog auch Sebastian Uckermann, Chef der Kenston-Unternehmensgruppe, Stellung zu den Vorwürfen. „Es stimmt, dass ich mein Wort gegeben habe, dass wir die Gelder zurückzahlen, obwohl wir rechtlich eigentlich nicht dazu verpflichtet sind“, erklärte Uckermann, der betonte, dass die Kölner im Vorfeld der Saison bereits 180.000 Euro in das Projekt in Hamm gesteckt hätten.

Immerhin hatte Kenston bereits eine eigene Spielbetriebs GmbH für die Eisbären gegründet, Trainer und auch schon Spieler verpflichtet.“

Einige aktuelle Spieler des Hammer Oberligisten, die zuvor Arbeitsverträge bei Kenston unterschrieben hatten, nun aber zu reduzierten Bezügen für Lippe Hockey Hamm auflaufen, gehen inzwischen arbeitsrechtlich gegen Kenston vor und wollen ihr Gehalt einklagen.

Das empfindet Uckermann als „Unverschämtheit. Deswegen hat uns unsere Rechtsabteilung empfohlen, erst einmal den Ausgang der Verfahren abzuwarten“, erklärte Uckermann.

„Wir müssen sehen, welcher Schaden uns dabei entsteht. Den Rest werden wir danach zurückzahlen.“ Uckermann betonte, dass die Sponsoren bereits schriftlich über den Vorgang informiert wurden. - P. Sch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare