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0:3 gegen Tilburg Trappers - Eisbären im Angriff zu harmlos

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Von: Rainer Gudra

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Wo ist da bloß die Lücke? Gästekeeper Ruud Leeuwesteijn sichert seinen Kasten gegen Chris Schutz ab, während Jesse Roach von Giovanni Vogelaar abgeschirmt wird.
Wo ist da bloß die Lücke? Gästekeeper Ruud Leeuwesteijn sichert seinen Kasten gegen Chris Schutz ab, während Jesse Roach von Giovanni Vogelaar abgeschirmt wird. © Robert Szkudlarek

Die Hammer Eisbären gehen als Tabellenletzte der Eishockey-Oberliga Nord in die neue Woche – und zudem mit einem weiteren Verletzten.

Hamm - Das Team von Jeff Job verlor am Sonntagabend vor 487 Zuschauern in Werries nicht unerwartet mit 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) gegen die Tilburg Trappers. „Wir haben super mitgehalten in dem Match, aber wir müssen auch Tore machen“, meinte der Hammer Trainer, der auf unbestimmte Zeit auf Daniel Calovi verzichten muss. Der Verteidiger kugelte sich die linke Schulter aus und wird voraussichtlich mehrere Wochen fehlen – keine gute Nachricht in Anbetracht des gerade einmal 15 Feldspieler großen Kaders.

„Ich bin zufrieden mit dem Einsatz und mit den Zweikämpfen gegen eine Top-Mannschaft, aber wir machen zwei, drei große Fehler und kassieren dadurch drei Tore“, meinte Job. Dave Livingston, Coach der Niederländer, haderte am Ende mit der Chancenverwertung – dies nicht zuletzt auch, weil Eisbären-Keeper Daniel Filimonow 59 Schüsse der Gäste parierte (95,2 Prozent) und sich damit die Auszeichnung als bester Hammer Spieler des Abends redlich verdiente.

Calovi zur Untersuchung ins Krankenhaus

Im ersten Drittel entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel. „Wir waren gut drin, haben wenig zugelassen, allerdings auch zweimal unser Powerplay nicht gut ausgespielt“, bewertete Eisbären-Manager Jan Koch die ersten 20 Minuten. Das 0:1 fiel am Ende der 17. Minute durch Brett Bulmer. „Einfach ärgerlich, weil der viel zu lange freigestanden hat“, meinte Koch. Die Eisbären selbst besaßen zwei gute Annäherungen bei einem Angriff über Thomas Lichnovsky und Michel Limböck sowie durch Samuel Dotter. Koch: „Ich finde, dass man nicht gesehen hat, wer hier der Letzte und wer der Dritte der Liga ist.“ Anzahl der Schüsse auf die Tore bis dahin: 35:12 aus Sicht der Eisbären.

Vergessen, mal einen Treffer zu setzen

Auch im Mitteldrittel hielten sich die Gastgeber gegen den klaren Favoriten aus den Niederlanden ordentlich, vergaßen dabei aber, mal einen Treffer zu setzen. Jesse Roach besaß die erste Chance für die Gastgeber (16:37), 21 Sekunden später tauchte Artjom Alexandrov frei vor Tilburgs Keeper auf, traf aber nur dessen Schoner. Im Gegenzug zeigten die Trappers, wie es geht. Giovanni Vogelaar netzte nach Zuspiel von Max Hermens zum 0:2 ein (25.). Mitte des Drittels gab‘s den größten Aufreger bis dahin: Der Kanadier Brett Bulmer verpasste Fabian Calovi ungestraft einen harten Check. Der Hammer blieb zunächst an der Bande liegen und verabschiedete sich – die linke Schulter haltend – in die Kabine. Noch vor Spielschluss ging es erst einmal zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. „Ich hoffe, dass es nur die ausgekugelte Schulter ist und nicht vielleicht noch etwas an den Bändern“, meinte Job. Bulmer lieferte sich anschließend mit Lichovsky einen ordentlichen Infight – fünf Minuten Abkühlung auf der Strafbank für die beiden Streithähne folgten.

Für die Eisbären gab es anschließend bis zur zweiten Drittelpause drei weitere gute Chancen. Zunächst tauchte erneut Alexandrov frei vor dem Tilburger Tor auf, scheiterte aber an Torhüter Ruud Leeuwesteijn, dann liefen die Gastgeber zwei Konter. Beide Male spielte Schutz von links quer auf Roach, doch dem rutschte jeweils der Puck über die Kelle.

Filimonow verdient sich Auszeichnung

Auch im Schlussdrittel mussten sich die Eisbären sehr auf die Verteidigung konzentrieren. Tilburg kam zu guten Chancen. Zweimal scheiterte Raymond van der Schuit an Filimonow, dann hatte Jordy van Oorschodt freie Bahn, doch auch hier parierte der Hammer Keeper glänzend. Die nächste Parade verhinderte in der 45. Minute das 0:3 durch Bulmer, der ebenfalls beste Sicht auf den Hammer Kasten und freie Schussbahn hatte. Auf der Gegenseite machte es auch Schutz nicht besser, ließ die beste Chance zum Anschlusstreffer liegen. Die Eisbären bekamen Aufmunterung von den Rängen, doch dann war auch Filimonow machtlos. Van der Schuit sorgte zwölf Minuten vor dem Ende für die Entscheidung (48:03).

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