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1:5 gegen Senden - TuS Wiescherhöfen geht sieglos in die Winterpause

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Von: Rainer Gudra

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Salvatore Gambino während der Vorbereitung auf sein erstes Spiel mit dem TuS Wiescherhöfen
Salvatore Gambino während der Vorbereitung auf sein erstes Spiel mit dem TuS Wiescherhöfen © Reiner Mroß / Digitalfoto

Der TuS Wiescherhöfen wird in der Fußball-Landesliga (4) sieglos in die Winterpause gehen. Da half auch die Premiere von Salvatore Gambino als Trainer nicht.

Hamm - Salvator, lateinisch: Retter, Erlöser; salvare, italienisch: retten, sichern. Schon im Vornamen des neuen Trainers beim TuS Wiescherhöfen ist das Ziel seiner Mission bis zum Sommer 2022 eigentlich klar umrissen. Doch beim deutlich abgeschlagenen Schlusslicht der Fußball-Landesliga (4) wird Salvatore Gambino als Erneuerer gefragt sein.

„Erst einmal sacken lassen“

Bei der 1:5- (0:3)-Niederlage zur Premiere als Trainer der Grün-Weißen gegen den Tabellensechsten VfL Senden hat der ehemalige BVB-Profi früh erkennen müssen, dass – will er sein Team wettbewerbsfähig machen – in den kommenden Monaten sehr, sehr viel Arbeit vor ihm liegt. Wohl ohne Rettung vor dem Abstieg. „Ich muss das Spiel erst einmal sacken lassen. Wir hatten heute viele Probleme, und ich glaube auch, dass ein paar Spieler Probleme mit der Fitness haben. Man hat gesehen, dass Senden viel spritziger war. Auf jeden Fall werden wir einiges an Arbeit haben“, meinte der 38-Jährige nach wenig erbaulichen 90 Minuten, die er an der Seitenlinie mit aller Sachlichkeit abzuarbeiten versuchte.

Nach nur vier Tagen in der Verantwortung hatte Gambino nur minimale Veränderungen vorgenommen und ließ seine Elf im gewohnten 4-2-3-1 antreten. Beim 15. Ligaspiel in Folge ohne Sieg zeigte der TuS zwar vom Anpfiff an großes Engagement, aber keine ligataugliche Leistung. Die Gastgeber wirkten verunsichert und deshalb in den meisten Aktionen hektisch. Einfachste Zuspiele fanden nicht den Weg zum Mitspieler, entsprechend mit Fehlern behaftet war der Spielaufbau.

0:1 ist das 60. Gegentor der Saison

Der 0:3-Rückstand nach gerade einmal 28 Minuten war Folge solcher Patzer. Schon nach acht Minuten gingen die Gäste in Führung. Niklas Castelle hatte aus 22 Metern nur den Pfosten getroffen, und während alle Wiescherhöfener dem Abpraller hinterher schauten, schaltete Joshua Dabrowski und drückte die Kugel aus 15 Metern über die Linie. Zwar schien der TuS nach 15 Minuten sicherer zu stehen, was Gambino auch dazu bewog, die Vierer-Abwehrkette ein Stück weit vorzuschieben. Doch das gab Senden nach Ballverlusten entscheidende Räume. Vor dem 0:2 verstolperte Florian Becker im Mittelfeld den Ball, Niklas Castelle lief frei auf Marco Behrend zu und hatte bei seinem 23. Saisontor keine Mühe, die Kugel einzuschieben (24.).

Und beim 0:3 ließ sich Jonas Große-Allermann von Ali Shinawi in einem Zweikampf kurz vor der eigenen Grundlinie abkochen, obwohl er den Ball eigentlich sicher hatte. Sendens Flügelflitzer schoss aus gut zehn Metern unhaltbar ein (28.).

24. Saisontor von Niklas Castelle

Besser wurde es auch in der zweiten Halbzeit nicht. Erst in der 83. Minute sorgten die Gastgeber ansatzweise für Torgefahr, als Sendens Keeper ein Zuspiel von Marius Michler für Georgios Gkikas erahnte und sicher aufnahm. Zuvor musste Behrend auf der Gegenseite gegen Niclas Castelle, Dabrowski, Bruno Geister und Hendrik Heubrock retten. Niklas Castelle läutete mit seinem 24. Saisontor zum 0:4 (85.) eine wilde Schlussphase ein, in der Marius Michler keine 60 Sekunden später den Ehrentreffer erzielte und Bruno Geister zum Endstand traf (88.). Gambinos Bilanz: „Ich weiß, woran wir arbeiten müssen. Für mich war es wichtig, dass ich die Mannschaft einmal habe spielen sehen. Da wird einiges auf uns zukommen.“

Wiescherhöfen: Behrend – Sorge, Große-Allermann, Becker, Gass (58. Happe) – Greitemeier, Mierau (71. Wibbeke/78. Torkler) – Renk (63. Palladino), Ritter, Gkikas – Michler

Senden: Friedrich – Heubrock, Schloegl, Tjaden, Kleuter – Dabrowski, Karaterzi (68. Wilbers) – Colak (59. Geister), T. Castelle (75. Barik), Shinawi (81. Sanyang) – N. Castelle

Tore: 0:1 Dabrowski (8.), 0:2 N. Castelle (24.), 0:3 Shinawi (28.), 0:4 N. Castelle (85.), 1:4 Michler (86.), 1:5 Geister (88.)

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