Gegen Rheine: Rhynern fehlen vier Außenverteidiger

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Fehlt Rhynern am Sonntag: Joachim Mrowiec.

Hamm -  Den 2:0-Derbysieg gegen die Hammer SpVg hatten die Oberliga-Fußballer des SV Westfalia Rhynern schnell zu den Akten gelegt. „So wie wir vorher nicht in Panik, sind wir jetzt auch nicht in grenzenlose Euphorie verfallen. Das war eine Momentaufnahme, eine Begegnung, die wir gewonnen haben“, sagt Trainer Björn Mehnert – und fügt vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den FC Eintracht Rheine hinzu: „Die Jungs müssen das jetzt bestätigen. Der Alltag ruft.“

Im Training haben seine Schützlinge den Dreh nach der Partie vom vergangenen Sonntag vor 1750 Zuschauern offenbar gut hinbekommen. Der Coach zeigt sich sehr zufrieden, wie seine Spieler mitgearbeitet haben. „Gerade die, die hinten anstanden, haben richtig Gas gegeben und gezeigt, dass sie in die Truppe wollen. Die Jungs kann man für diese Einstellung nur loben“, betont Mehnert, der nun überlegt, ob er gegen die Münsterländer auf die gleiche Taktik zurückgreift wie gegen die Hammer SpVg. Da hatte er den Gegner mit einer variablen Abwehr zur Verzweiflung gebracht, als die Rhyneraner bei eigenem Ballbesitz mit einer Dreier-, bei Angriffen der HSV mit einer Fünferkette agierten. „Es kann sein, muss aber nicht“- meint er vielsagend, will dem System aber auch nicht zu viel Bedeutung zumessen: „Es ist immer eine Frage, wie eine Truppe das interpretiert. Wenn zum Beispiel einer der Außenverteidiger hoch angreift, dann ist es hinten eine Viererkette. Taktik hin oder her, entscheidend ist das, was auf dem Platz passiert.“

Und da geht Mehnert davon aus, dass auf dem Rasen eine Menge passieren wird. Denn der FC Eintracht setzt in dieser Saison fast auf die identische Mannschaft wie in der vergangenen, verfügt also über ein eingespieltes Team. „Rheine ist extrem effektiv in der Offensive, in der Defensive sehr zweikampfstark und gefährlich bei Standards. Ich erwarte ein interessantes und enges Spiel, bei dem diejenige Mannschaft gewinnen wird, die ihr Spielsystem durchbringt“, meint der Coach, der der Partie zuversichtlich entgegenblickt: „Wir haben die Möglichkeiten, Rheine zu schlagen. Jeder Spieler muss so wie gegen die HSV über seine Grenzen hinausgehen, und wir müssen uns als Einheit präsentieren.“

Verzichten muss die Westfalia neben Neuzugang Joachim Mrowiec (grippaler Infekt) erneut auf Mathieu Bengsch, Felix Böhmer, Markus Maier und Jan Apolinarski – allesamt Linksfüßer und Außenverteidiger. „Das ist schon fatal“, sagt Mehnert, für den der Ausgang der Partie übrigens im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf nicht richtungweisend ist: „Wir haben gerade mal fünf Partien absolviert. Nach zehn oder zwölf Spielen kann man sagen, wo die Tendenz hingeht.“ - –pad–

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