Doppelter Einsatz für die Hammer Eisbären

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Möglichst oft möchten die Eisbären am Wochenende jubeln.

Hamm - Wer nicht hören will, der muss leiden. Unter diesem Motto stand die erste Trainingseinheit der Hammer Eisbären nach der unnötigen 4:6-Niederlage zum Auftakt der Endrunde der 1. Eishockey-Liga West gegen die Dortmunder Eisadler.

In dieser Partie hatten die Gastgeber vor der Rekordkulisse von 1011 Fans eine komfortable 3:0-Führung nach dem ersten Drittel verspielt, weil sie laut Trainer Daniel Galonska im zweiten Abschnitt zu euphorisch nach vorn stürmten und dabei die Defensivarbeit arg vernachlässigten.

„Deshalb haben wir in der ersten Trainingseinheit der Woche in 90 intensiven Minuten das schnelle Umschaltspiel geübt, sind immer wieder vor und zurück gerannt. Ich hoffe, dass die Mannschaft jetzt verinnerlicht hat, worum es geht. Sie haben es jedenfalls deutlich zu spüren bekommen“, erklärte der Coach, der mit seinem Team am Neujahrstag noch einmal auf das Eis ging. Schließlich stehen die Hammer am Wochenende vor einer ganz besonderen Herausforderung. Innerhalb von nur 22 Stunden müssen sie zweimal auf das Eis. Am Samstag beginnt um 20 Uhr die Aufgabe beim souveränen Vorrunden-Meister Ratinger Ice Aliens, am Sonntag folgt im 18.30 Uhr in Werries das Heimspiel gegen den Neusser EV.

Auch im letzten Aufeinandertreffen mit den Ratingern verspielten die Eisbären vor eigenem Publikum eine 3:0-Führung, unterlagen anschließend deutlich mit 3:7. Doch Galonska will in erster Linie die positiven Eindrücke aus dieser Begegnung mit ins Rheinland nehmen. „Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen solch eine starke Mannschaft deutlich in Führung gehen können“, sagte der Trainer, der für diese Partie in erster Linie volle Konzentration bei der Defensivarbeit einfordert. „Wenn wir hinten kompakt stehen, dann können wir auch die Ice Aliens ärgern“, meint der Coach, der auch einen Tag später im Heimspiel gegen Neuss nicht mit einem Selbstläufer rechnet. „Die Neusser stellen eine sehr unangenehm zu spielende Mannschaft. Sie haben zwei ausgezeichnete Konterstürmer, die genau wissen, wo das Tor steht, können so immer wieder Nadelstiche setzen“, rechnet Galonska auch vor eigenem Publikum mit einer schweren Aufgabe.

Personell sieht es recht gut aus. Routinier Ibrahim Weißleder, der gegen Dortmund eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt, ist nur für die Begegnung in Ratingen gesperrt und kann daheim gegen Neuss wieder auflaufen. Kevin Trapp steht nicht zur Verfügung, weil er am Wochenende zweimal in der Nachwuchsmannschaft eingesetzt wird. Dafür rücken die Förderlizenzakteure Thomas Verhorst und Til-Lukas Schäfer ins Aufgebot.

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