4:0 gegen Hölzken: Rhynern folgt HSV ins Pokalfinale

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Rhynerns Adem Cabuk bereitete gegen Lohauserholz das 0:1 durch Michael Wiese vor.

HAMM -  Das Traumfinale ist perfekt. Während sich die Hammer SpVg bereits am Mittwoch im ersten Pokalhalbfinale sicher mit 5:2 beim TuS Westfalia Wethmar durchgesetzt hatte, zog der SV Westfalia Rhynern am Donnerstagabend mit einem klaren 4:0 (1:0) beim TuS Germania Lohauserholz nach. Somit kommt es am 28. Mai zum prestigeträchtigen Endspiel zwischen den beiden Hammer Oberligisten.

„Das wird ein schöner Abschluss und ein Fest für alle Hammer Fußballfans“, freute sich Rhynerns Assistenztrainer Marc Woller, der Björn Mehnert an der Seitenlinie vertrat.

Wie zu erwarten war, bestimmte Rhynern vor rund 150 Zuschauern „Am Hahnenbach“ von Beginn an das Geschehen und verlagerte das Spiel in die Hölzkener Hälfte. Dort tummelten sich zwischen Mittellinie und Strafraum meist alle 20 Feldspieler, doch trotz der engen Räume kam die Westfalia in der Anfangsphase zu einigen guten Chancen. Nach einem ersten Kopfball von Sergej Petker (5.), beförderte Michael Wiese nach tollem Steilpass von Adem Cabuk das Leder aus halbrechter Position zum 0:1 ins Netz (7.). Nach Abstimmungsproblemen in der TuS-Defensive hätte Dimitrij Seludko früh für eine Vorentscheidung sorgen können, aber sein Schuss wurde im letzten Moment geblockt (11.). „Wir hatten gefühlte 95 Prozent Ballbesitz und haben den Ball auch gut laufen lassen“, so Woller. „Nur im Strafraum hätten wir zielstrebiger und mit mehr Tempo agieren müssen.“

So plätscherte der Rest der ersten Halbzeit über weite Strecken vor sich hin. Rhynern gelang es nicht mehr, sich aus seiner großen optischen Überlegenheit klare Chancen zu erspielen, weil die endlosen Ballstafetten nicht zum Abschluss führten. Auf der anderen Seite konnte sich der TuS nach einem Ballgewinn unter dem Druck des Titelverteidigers kaum entfalten und verlor die Bälle wieder schnell im Aufbau. „Beim Gegentreffer sind wir nicht eingerückt, aber Lauf- und Einsatzbereitschaft stimmten heute“, war Hölzkens Co-Trainer Rainer Franke zufrieden. „Wenn wir in der ersten Hälfte zu viel riskiert hätten, dann hätten wir da vielleicht schon fünf Tore kassiert.“

Mit gesteigertem Selbstbewusstsein und Offensivdrang kamen die Hausherren aus der Kabine, attackierten früher und gewannen deutlich mehr Zweikämpfe. „Wir waren besser in der Partie, sind weiter nach vorne gerückt und wussten, dass wir bestimmt eine gute Chance bekommen würden“, prophezeite Franke. Und eben diese Gelegenheit sollte Felix Hennig in der 72. Minute erhalten, als Westfalia-Keeper Marcel Klemmer nach einem langen Pass sein Tor verließ, aber Hennig mit seinem Heber nur auf das Tornetz traf.

Wie es besser geht, zeigte kurz darauf Tobias Urban, der den zu weit vor seinem Kasten postierten TuS-Schlussmann Thomas Goeke aus etwa 35 Metern zum 0:2 überraschte (75.). Nur eine Minute später machte Rhynern alles klar, als Lennard Kleine nach schöner Hereingabe von Sergej Petker goldrichtig stand. Für den Schlusspunkt sorgte wiederum Urban, der eine schnelle Kombination zum 0:4 abschloss (85.). - St

Lohauserholz: Goeke – S. Grote, Hessfeld, C. Hennig, Bockelbrink (48. Schlund), Bieche (72. L. Grote), Kola, F. Hennig (79. Bajric), Riemer, Braun, Ritzkat

Rhynern: Klemmer – Rieker, Krellmann, Petker, Cabuk, Schmidt, Neumann, Leclaire, Seludko (67. Kleine), B. Yavuz (67. Urban), Wiese (63. Bengsch)

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