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3:3 gegen Holzwickede: Lage für HSV wird immer kritischer

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Von: Rainer Gudra

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Tobias Fuest (rechts) stabilisierte bis zu seiner Auswechslung das zentrale Mittelfeld der HSV.
Tobias Fuest (rechts) stabilisierte bis zu seiner Auswechslung das zentrale Mittelfeld der HSV. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Die Hammer SpVg hat in der Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga weiter an Boden verloren und liegt nun auf dem ersten der fünf Abstiegsplätze.

Hamm - Gegen den Holzwickeder SC kam das Team von Steven Degelmann am Donnerstag vor 222 Zuschauern nur zu einem 3:3 (0:1)-Unentschieden und verspielte dabei eine eigentlich sichere Führung – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Die Gegentreffer in der 84. und 90. Minute: ganz bitter, denn die HSV lag durch Tore von Andrei Lorengel (48.), Vincent Ocansey (61.) und Halil Dogan (63.) nach einem frühen Gegentreffer von Mathieu Gensch (2.) mit 3:1 vorne und hatte durch Mika Oxe sogar die große Chance, in der 79. Minute auf 4:1 zu erhöhen.

Ausgleich in der Schlussminute

„Holzwickede kam in der 80. Minute eigentlich für nichts mehr in Frage. So ein Spiel darfst du nicht verlieren. Für uns ist das natürlich super bitter. Klar, nun ist die Tabellenkonstellation deutlich schlechter geworden“, meinte der HSV-Trainer, dessen Team sich im Gegensatz zum 1:1 im Heimspiel zuvor gegen Haltern deutlich gesteigert hatte. „Wir haben das zweite Halbzeit wirklich gut gemacht, die Mannschaft hat gut gearbeitet, die Ideen umgesetzt und den Abstiegskampf angenommen, aber so ein Punkt hilft einem nun mal nicht weiter“, meinte Degelmann.

Die Gastgeber starteten sehr fahrig und lagen nach zwei dicken Abwehrpatzern in den ersten 120 Sekunden früh zurück. Tim Oberwahrenbrock wehrte zwar den Flachschuss von Leon Gensicke noch mit einer Glanztat ab, doch fiel die Kugel genau vor die Füße von Gensch. In der Folge zeigten die Holzwickeder die Körpersprache, die Degelmann von seinem Team gefordert hatte, und erst ab Mitte der ersten Halbzeit spielte auch die HSV viel physischer. Mehr als ein Schuss von Halil Dogan sorgte aber nicht für Gefahr vor dem Gästetor.

Starker Auftritt nach der Pause

Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit. Nun störten die Gastgeber früh den Aufbau der Gäste und fanden – wie im Training durchexerziert – mit Chipbällen hinter die Abwehrkette auf Ocansey das richtige Mittel. Nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff brachte Cakir so den HSV-Angreifer auf rechts ins Spiel und dessen Querpass fand Lorengel, der überraschend in der Spitze spielte (48.). 13 Minuten später erreichte ein weiterer Chipball Ocansey, der sich gegen Damjan Ilic und den zögernden Torhüter Kevin Beinsen durchsetzte und den Ball über die Linie stocherte (61.). Und als Halil Dogan zwei Minuten später mit einem Flachschuss aus halbrechter Position zum 3:1 traf, da – so Degelmann – „denkt man normalerweise, wenn so einer reingeht, dann muss das heute klappen“.

Verletzungsbedingte Wechsel

Doch verletzungsbedingte Wechsel, zum Beispiel von Julius Woitaschek, brachten viel Unruhe mit sich. Die HSV stand zu tief, kassierte aus dem Nichts heraus durch Nils Hoppe den Anschlusstreffer und schließlich, wieder sichtlich verunsichert, nach einer Ecke durch einen weiteren Kopfball in der Schlussminute noch den Ausgleich. Es traf der kleinste Holzwickeder: Linksverteidiger Robin Schulze.

Hamm: Oberwahrenbrock – Cakir, Woitaschek (81. Grodowski), Breuer, Öztürk – Nemec – Dogan (68. Schmidt), Fuest (76. Oxe), Saraman (59. Z. Radojcic) – Lorengel, Ocansey

Holzwickede: Beinsen – Müller, Hoppe, Ilic, Schultze – Arenz – Majewski (57. You), Ivancic (66. Spais, Bengsch (60. Delija) – Gensicke (83. P. Radaojcic), Gomez Fimas

Schiedsrichter: Philipp Werner-Krestel

Zuschauer: 222

Tore: 0:1 Bengsch (2.), 1:1 Lorengel (48.), 2:1 Ocansey (61.), 3:1 Dogan (63.), 3:2 Hoppe (84.), 3:3 Schultze (90.)

Gelbe Karten: Lorengel, Dogan Öztürk, Breuer / Delija

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