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3:8 gegen Herner EV - Eisbären brechen im Schlussdrittel ein

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Kyle Brothers (links) traf zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung für die Hammer Eisbären.
Kyle Brothers (links) traf zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung für die Hammer Eisbären. © Privat

Herne statt Rostock hieß der Gegner für den Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären am Sonntagabend. Am Ende setzte es das, was es für den Tabellenletzten schon zu genüge setzte: Eine Niederlage.

Hamm - Mit 3:8 (3:1, 0:3, 0:4) unterlag das Team von Trainer Jeff Job vor 495 Zuschauern dem Herner EV. „Wir sind sehr gut gestartet. Ich glaube, Herne war nicht bereit zu spielen“, meinte der Coach über das gute erste Drittel seiner Mannschaft. „Im zweiten Drittel haben wir richtige Abwehrfehler gemacht, die Spieler zu frei stehen gelassen und diese Mannschaft mit der Qualität schießt dann Tore.“

Statt langer Auswärtsfahrt hieß es also Heimspiel für die Eisbären, aber mit einem dünnen Kader. Nach dem Spiel in Tilburg kam mit Mitch Limböck, der mit muskulären Problemen an der Schulter zu kämpfen hatte, ein weiterer Verletzter dazu.

Starker Start von Jeff Jobs Team

Und dennoch erwischten die Hausherren einen ausgezeichneten Start. Erst traf Jesse Roach nach Vorarbeit von Kyle Brothers zum frühen 1:0 (5.). Nur eine Minute später saßen mit Michal Spacek und Maximilian Otte zwei Eisbären-Spieler auf der Strafbank, was Thomas Lichnovsky nicht daran hinderte, dass 2:0 folgen zu lassen (6.). Einziger Wermutstropfen war dabei der Anschlusstreffer durch Nils Liesegang (7.). Nach der wilden Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen auf dem Eis etwas, bis Tomi Wilenius den Ausgleich in der 14. Minute auf dem Schläger hatte, aber Keeper Daniel Filimonow stark parierte. Nachdem Torschütze Lichnovsky gute zwei Minuten vor Ende des 1. Drittels das Eis verlassen musste, zeigten die Hammer erneut ein starkes Unterzahlspiel. Kyle Brothers erhöhte nach Zuspiel von Roach auf 3:1 (19.).

Erste Führung für die Miners

Auch der zweite Abschnitt wurde durch ein frühes Tor eröffnet. Diesmal jubelte allerdings der Eissportverein in Person von Tomi Wilenius (23.). Im Anschluss hatte Hamm durch David Trivellato die große Möglichkeit, den alten Abstand wieder herzustellen (29.), Herne erhöhte aber zunehmend das Tempo, setzte sich in der Hälfte der Hammer fest und kam dann durch Dennis Swinnen aus dem Slot zum Ausgleich (32.). Vier Minuten später wurde es besonders bitter für Hamm. Michél Ackers brachte die Miners erstmals in Führung und ein zuvor begangenes Foulspiel des Kapitäns wurde von den Schiedsrichtern nicht geahndet (36.).

Im letzten Drittel wird‘s sehr deutlich

Im letzten Drittel machten es die Gäste deutlich. Erst traf Swinnen in Unterzahl (42.), ehe Artur Tegkaev (52.) und zweimal Tomi Wilenius für den Endstand sorgten. „In der Überzahl im letzten Drittel gehen wir zu viel Risiko. Hätten wir dort den Ausgleich gemacht, verläuft das Spiel vielleicht anders“, ärgerte sich Job. Zu allem Überfluss muss der Trainer nun auch um Thomas Lichnovsky bangen, der nach einem Check mit Schmerzen an der Hand zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gefahren wurde.

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