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Gegen Ex-Trainer Degelmann: TuS träumt vom nächsten Pokalcoup

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Von: Patrick Droste

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Steven Degelmann, bis Januar 2020 Trainer beim TuS Wiescherhöfen, seither bei der Hammer SpVg.
Steven Degelmann, bis Januar 2020 Trainer beim TuS Wiescherhöfen, seither bei der Hammer SpVg. © Reiner Mroß/Digitalbild

Im Januar 2020 war Steven Degelmann vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen zum Fußball-Oberligisten Hammer SpVg gewechselt. Am Dienstagabend kehrt der 38-Jährige erstmals für ein Pflichtspiel zurück an die Wielandstraße.

Hamm - Mit seinem neuen Verein tritt er im Viertelfinale des Kreispokals bei seinem Ex-Klub an (Anstoß 19.45 Uhr). Sonderlich aufgeregt oder gar nervös ist er allerdings überhaupt nicht. „Ich bin da ganz entspannt. Ich freue mich einfach darauf, ein paar bekannte Gesichter zu sehen“, sagt Degelmann, der seine Rückkehr allerdings nicht auf das Treffen alter Weggefährten reduzieren möchte, sondern auch ein ganz klares Ziel vor Augen hat: „Wir wollen ins Finale. Und auf dem Weg dorthin dürfen wir uns in Wiescherhöfen keinen Fehltritt erlauben.“

Partie kein Selbstläufer für die HSV

Dass ein Pokalauftritt an der Wielandstraße für eine Gastmannschaft, auch wenn sie höherklassig Fußball spielt, kein Selbstläufer ist, musste bereis HSV-Ligakonkurrent SV Westfalia Rhynern erfahren, der in der zweiten Runde beim TuS im Elfmeterschießen unterlag. „Aber das Spiel von Rhynern in Wiescherhöfen hat mit dem von uns nichts zu tun“, stellt Degelmann klar. Dennoch soll es seinen Schützlingen eine Warnung sein, den noch punktlosen Letzten der Landesliga auf die leichte Schulter zu nehmen. „Auf dem Kunstrasen ist das immer eine enge Geschichte. Und der Gegner hat trotz allem durchaus Qualität, wenn man sieht, wie Tito (Anm. d. Red.: Otitochukwu Caleb Uwechue) vorne die Bälle fest macht oder wie viel Tempo ein Jannis Ritter in seinem Spiel hat. Aber ich denke, wenn wir eine solide Vorstellung abliefern, dann sollten wir weiterkommen.“

Gleicher Kader wie gegen Finnentrop

Degelmann kann dabei auf den gleichen Kader wie am Sonntag beim 2:2 gegen die SG Finnentrop/Bamenohl zurückgreifen. Lediglich hinter dem Einsatz von Zivko Radojcic steht wegen einer Prellung noch ein Fragezeichen. „Wir werden aber die fünf Jungs, die am Sonntag auf der Bank saßen, reinrotieren lassen. Sie haben die nötige Frische und bringen hoffentlich das Tempo rein, das man braucht, um in Wiescherhöfen zu gewinnen.“

Thorsten Heinze, der Trainer des Gastgebers, hofft natürlich insgeheim, dass seiner Mannschaft erneut ein Coup wie gegen Rhynern gelingt, und sieht die Situation rund um die Wielandstraße angesichts des letzten Platzes in der Landesliga eher realistisch. „Wir versuchen, so lange wie möglich dagegen zu halten. Aber die HSV ist natürlich der klare Favorit“, meint der Coach. „Für die Mannschaft ist das sicher wieder ein interessantes Spiel. Aber für uns Trainer ist das aufgrund unserer Lage in der Meisterschaft Nebensache.“

Bessere Leistungen gegen stärkere Gegner

Dennoch ist auffällig, dass sich die Wiescherhöfener in dieser Saison gegen stärkere Gegner komplett anders präsentieren. Das war gegen die Westfalia so, und das war jüngst im Heimspiel gegen Landesliga-Spitzenreiter IG Bönen (1:3) so. „Die haben uns auch gefragt, wie wir ohne einen Punkt da unten stehen können. Aber gegen gute Teams zeigen wir viel mehr Leidenschaft und Kampf, habe da eine komplett andere Einstellung vom Kopf her. Das ist schon verrückt“, meint Heinze, der auf Jonas Große-Allermann, Seyit Bulut, Daniel Gass und Amin Lakhlifi El-Fellah verzichten muss. „Wir haben diese Saison noch nie alle Spieler an Bord gehabt, mussten immer improvisieren. Wichtig ist, dass Flo Becker und Dominik Sorge wieder dabei sind. Und dass auch Jan Greitemeier bald wieder dazu stößt.“

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