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4:5 gegen die Indians - Eisbären erlauben sich zu viele Abwehrschnitzer

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Von: Rainer Gudra

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Jesse Roach sorgte bei den Eisbären-Fans mit dem 4:5-Anschlusstor für Hoffnung.
Jesse Roach sorgte bei den Eisbären-Fans mit dem 4:5-Anschlusstor für Hoffnung. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Die Hammer Eisbären bleiben im Februar ohne Sieg. Das 4:5 (3:3, 0:2, 1:0) am späten Freitag gegen die Hannover Indians war bereits die siebte Niederlage in diesem Monat.

Hamm - Gegen den Tabellenfünften erlaubte sich das Schlusslicht vor 473 Zuschauern im Punktspiel der Eishockey-Oberliga Nord zu viele Fehler in der Verteidigung. „Die Leistung war insgesamt in Ordnung, aber wir müssen unsere Defensive unbedingt verbessern“, meinte Trainer Jeff Job, der auf Limböck, Otte, Weißleder und Esche verzichten musste.

Das Grundproblem zeigte sich erstmals nach zwei Minuten. Das Spiel hatte aus Hammer Sicht mit einer Zeitstrafe für den Hannoveraner Nick Aichinger vielversprechend begonnen – doch es trafen die Gäste, weil Hamm nicht ins Powerplay kam und die Indians trotz Unterzahl mit zwei Spielern frei vor Torhüter Daniel Filimonow auftauchten und durch Robin Palka trafen (2.). „Das war natürlich ein riesen Fehler“,ärgerte sich Job, dessen Team Minuten benötigte, um die kalte Dusche zu verdauen. Umso größer war die Freude, als Michael Maassen zum Ausgleich traf (7.). Er lief von rechts – begleitet von zwei Verteidigern – um das Tor herum und düpierte Keeper Jan Dalgic aus spitzem Winkel.

Die Freude währte jedoch nur 40 Sekunden, dann gab’s durch Branislav Pohanka mit dem 1:2 die zweite kalte Dusche – schlecht verteidigt von der kompletten Fünf auf dem Eis. Kurz darauf fiel sogar das 1:3 durch Niko Selivanov – just in der Sekunde, in der eine Strafe gegen Thomas Lichnowsky abgelaufen war.

Immerhin gaben sich die Eisbären nicht auf und brachten das Publikum in diesem kurzweiligen Drittel wieder auf ihre Seite: Joshua Stephens (12.) und Christopher Schutz (13.) sorgten für den Ausgleich. Im Mittelabschnitt waren die Indians schließlich deutlich besser, spielten strukturierter und druckvoller. Filimonow stand unter Dauerbeschuss und verdiente sich abermals die Auszeichnung zum Eisbär des Abends, aber irgendwann flog der Puck auch an ihm zum 3:4 (Parker Bowles, 27.) und 3:5 (Kyle Gibbons, 32.) vorbei ins Netz.

Das Schlussdrittel eröffneten die Eisbären in Überzahl mit einem vielversprechenden Powerplay, und das Anschlusstor durch Jesse Roach (48.) machte Hoffnung – mehr letztlich aber auch nicht. Für die Eisbären war es das erste von drei Spielen innerhalb von fünf Tagen. Am Sonntag geht es weiter bei der EG Diez-Limburg (18.30 Uhr), am Dienstag folgt das Rückspiel.

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