U18-Turnier der Basketball Euro League in Valencia

Gegen Europas Riesen: Marko Rosic auch gegen FC Barcelona am Ball

Marko Rosic mit Teamkollegen unter Corona-Bedingungen beim Nachwuchsturnier der Euro League in Valencia
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Marko Rosic mit Teamkollegen unter Corona-Bedingungen beim Nachwuchsturnier der Euro League in Valencia (vorne, Mitte)

Das „Adidas Next Generation Tournament“ der Euro League ist das wichtigste U18-Turnier im europäischen Basketball. Der gebürtige Hammer Marko Rosic stand im Aufgebot von ratiofarm Ulm - mit 15 Jahren einer der jüngsten aller Teilnehmer.

Hamm – Für Nachwuchs-Basketballer Marko Rosic haben die Weihnachtsferien ein besonders Highlight bereitgehalten. Der gebürtige Hammer, Sohn von HammStars-Trainer Ivan Rosic, spielte im Trikot von ratiopharm Ulm beim größten europäischen Nachwuchsturnier für U18-Mannschaften mit. Beim „Adidas Next Generation Tournament“ der Euro League belegten die Ulmer in Valencia den dritten Platz. Für Rosic junior zu wenig.

„Meiner Meinung nach waren wir das beste Team in dem Turnier“, sagt Marko Rosic, der als 15-Jähriger zu den jüngsten Spielern überhaupt zählte. Physisch eine große Herausforderung, sagt er, denn: „Das sind ja sozusagen schon Männer, gegen die man spielt. Da muss man sich auch von der Spielweise her umstellen.“ Besonders beeinruckt hat ihn da 2,08-Meter-Muskelpaket James Nnaji vom FC Barcelona. Rosic selbst kommt aktuell auf 1,75 Meter bei etwa 60 Kilo.

Gegen Barcelona gab es im Turnier gleich zum Auftakt die einzige Niederlage mit 50:59. Zwischenzeitlich führten die Ulmer sogar mit 14 Punkten. „Doch dann hat uns die Umstellung von Barcelona auf eine simple Zone getötet und uns um den Platz im Finale gebracht“, ärgert sich Marko Rosic über eine verpasste Chance. Die weiteren Gruppenspiele gegen Herbalife Gran Canaria (70:58) und Nanterre (67:52) wurden ebenso gewonnen wie das Spiel um Platz drei gegen Unicaja Malaga (69:65).

Insgesamt kam Marko Rosic auf 17 Minuten Einsatzzeit. „Gerechnet habe ich damit nicht“, sagt der Youngster des Teams, der eigentlich nur zum „reinschnuppern“ nominiert worden ist. Vor allem die fast sieben Minuten, die der Point Guard gegen Barcelona auf dem Parkett stand, waren für ihn nicht selbstverständlich, denn: „Es war ja ein wichtiges Spiel gegen einen Top-Gegner. Toll, dass der Trainer mir das Vertrauen geschenkt hat.“

Das Wichtigste für Marko Rosic: „Der dritte Platz. In den Jahren zuvor war Ulm weiter unten platziert. Wir haben den anderen europäischen Klubs gezeigt, dass wir mitspielen können und sich unser Basketball-Programm weiter entwickelt.“ Dass in Valencia keine Zuschauer zugelassen waren, verringerte das Lampenfieber beim Debütanten nicht. „Ich war trotzdem aufgeregt. Wenn man auf die Tribüne geguckt hat, war die voller Scouts. Wenn ich aber auf das Feld kam, habe ich das nicht mehr mitbekommen und mich voll auf das Spiel konzentriert.“

Valencia war eines von drei Turnieren, deren Sieger sich für das Finale qualifiziert haben, das im Mai in Köln stattfinden soll. Fünf Wilcards sind noch zu vergeben, die Chance auf eine Revanche gegen Barcelona also durchaus denkbar. „Ich hoffe, dass wir dabei sind“, sagt Rosic, der in dieser Woche noch Urlaub bei der Familie in Werne macht. Am Sonntag geht es zurück nach Ulm. „Mama wäre es lieber, ich würde noch ein bisschen bleiben. Aber für mich ist es das Wichtigste, jeden Tag zu trainieren und in die Halle zu gehen“, sagt Rosic – und hofft darauf, dass bald auch wieder Spiele in der Junioren-Bundesliga ausgetragen werden dürfen.

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