ASV-Spieler freuen sich auf den ersten Test

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Mit Sebastian Schneider trägt ein Ex-Hammer das Hagener Trikot.

Hamm - „Meine Spieler freuen sich auf die Partie“, sagt Niels Pfannenschmidt, neuer Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, vor dem ersten Test am Freitag (18.30 Uhr) gegen den Klassenkonkurrenten Eintracht Hagen. Der Coach weiß auch ganz genau, warum.

Denn nach den ersten harten Einheiten im Rahmen des Trainingslagers lernten die Akteure nicht nur die Lüdershalle als Ausweichquartier kennen, sondern machten sich auch bei den zahlreichen morgendlichen Läufen näher mit dem Friedrich-Ebert-Park vertraut. Daher wird es für die ASV-Handballer eine willkommene Abwechslung sein, wenn sie gegen den Neuling einmal auf Torejagd gehen können.

Denn die gehörte nicht gerade zu den Schwerpunkten, die Pfannenschmidt in dieser Woche setzte. „Wir haben in erster Linie Abwehrarbeit und Athletiktraining geleistet“, berichtet der neue Coach, der dabei aber zum größten Teil auch den Ball einsetzte. „Ich weiß, wie müde die Jungs jetzt sind, weil die 6:0-Deckung schon eine erhebliche Laufarbeit erfordert“, so der frühere Lemgoer Bundesliga-Trainer.

Deshalb fällt Pfannenschmidts Antwort auf die Frage, was er vom ersten Testspiel erwartet, keineswegs überraschend aus. Denn der ASV-Coach erwidert lediglich ein einfaches „Nichts!“ Von einem ersten Gradmesser, weil es gegen einen Klub aus der eigenen Liga geht, will er ohnehin nicht sprechen. „Ich gehe ohne Erwartungen in diese Begegnungen, zumal wir zuvor morgens noch eine Laufeinheit und mittags eine Trainingsstunde in der Halle absolvieren. Deshalb ist mir das Ergebnis auch völlig egal.“

Pfannenschmidt will lediglich sehen, wie seine Spieler mit der großen Belastung der ersten Trainingwoche umgehen. Zudem interessiert er sich dafür, wie sie die 6:0-Deckung nach dem intensiven Einstudieren verinnerlicht haben.

Auf das Gastspiel des VfL Eintracht Hagen freut er sich aber dennoch. „Mit meinem Trainerkollegen Lars Hepp bin ich sehr gut befreundet“, bestätigt Pfannenschmidt. „Wir telefonieren oft miteinander, tauschen uns auch regelmäßig aus. Das ist in diesem Geschäft nicht selbstverständlich“, sagt der ASV-Coach. „Hagen ist ein richtig guter Aufsteiger. Ich sehe sie etwas als unser Pendant in der Liga, weil sie über sehr viele erfahrene Akteure verfügen, wir eher eine junge Mannschaft haben.“ Zwei Eintracht-Akteure sind auch den ASV-Fans noch bestens bekannt. Da ist vor allem Sebastian Schneider zu nennen, der erst im November des vergangenen Jahres aus Werries in seine Heimatstadt wechselte. Zweiter Ex-Hammer im Eintracht-Trikot ist Matthias Aschenbroich, der einige Jahre in der 2. Liga das ASV-Trikot trug. Zudem hat sich der Neuling mit Milan Weißbach, Pavel Prokopec und Fannar Fridgeirsson aus der Konkursmasse des TV Großwallstadt verstärkt.

Die Hammer werden sich ihren Fans noch nicht in Bestbesetzung präsentieren können. Joscha Ritterbach hält sich mit der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien auf. Zudem fehlen die Rekonvaleszenten Lars Gudat (Fuß-OP), Marian Orlowski und Fabian Huesmann (beide Kreuzbandriss). Torhüter Dennis Doden und Neuzugang Savvas Savvas klagten zuletzt über Magen- und Darmprobleme, wobei Doden gestern Nachmittag ins Training zurückkehrte. „Er wird wohl spielen können“, meint Pfannenschmidt, der allerdings auf den angeschlagenen Stefan Just (Adduktorenprobleme) verzichten will. „Wir gehen da kein Risiko ein. Ich brauche Just noch“, so der Trainer.

Da die Westpress-Arena durch die Hochschule besetzt ist, wird das Testspiel um 18.30 Uhr in der Stein-Halle angepfiffen.

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