Gaubatz-Wechsel zum ASV Hamm-Westfalen perfekt

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Schwitzen für eine gute Serie: Vorerst bis zum Saisonende gehört Jan-Lars Gaubatz zum Kader des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen.

KAMEN - Jan-Lars Gaubatz schlenderte gemütlich durch das Foyer des SportCentrums Kaiserau, als er die erste Trainingseinheit des Tages hinter sich gebracht hatte. Mit einer von verschwitzter Trainingskleidung prall gefüllten Plastiktüte in der Hand war der 25-Jährige auf dem Weg in sein Zimmer, um sich für das Mittagessen frisch zu machen – erstmals mit der Gewissheit, bis zum Saisonende fester Bestandteil im Kader des ASV Hamm-Westfalen zu sein.

„Das endgültige O.K. aus Gummersbach ist da“, bestätigt ASV-Coach Kay Rothenpieler „Wir haben die Unterlagen jetzt zum Deutschen Handball-Bund geschickt. Jetzt geht es nur noch darum, ihn und Edgar Landim möglichst schnell in die Mannschaft einzubauen.“ Ein Vorhaben, das auch Gaubatz selbst forcieren will. „Das Trainingslager auf Fuerteventura hat es für uns neue Spieler aber schon sehr leicht gemacht“, sagt der ASVer. „Da wächst man automatisch mehr zusammen, weil man ständig die anderen um sich herum hat.“

Für einen weiteren Schub sollen nun die Tage beim zweiten Trainingslager in Kaiserau sorgen. Denn während auf Fuerteventura der Schwerpunkt der Übungseinheiten noch im athletischen Bereich gelegen hat, steht jetzt das spielerische Moment im Vordergrund. „Wir werden viel mit dem Ball arbeiten“, sagt Rothenpieler, der glaubt, auch in der Personalie Landim bald Klarheit zu schaffen. „Wir wollen Edgar bis zum Saisonende von Porto ausleihen. Und ich denke, dass wir das bis zum ersten Spiel in Bad Schwartau in der kommenden Woche hinbekommen werden.“

Gaubatz kann sich dagegen bereits ganz auf die Arbeit mit seiner neuen Mannschaft konzentrieren, mit der er in den kommenden Monaten noch einiges vor hat. „Wichtig wird sicherlich der Start in Bad Schwartau sein“, sagt er und hat die Spitzenplätze in der 2. Handball-Bundesliga noch längst nicht abgeschrieben. „Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, können wir noch einiges erreichen. Wir sind ja nur sieben Punkte hinter dem dritten Platz zurück. Wenn es gut laufen sollte und wir ganz oben reinrutschen, wird sicher keiner etwas dagegen haben.“

Ehrgeizig ist der 25-Jährige, der dreieinhalb Jahre für den VfL Gummersbach aufgelaufen ist, auch seine eigene Fitness betreffend. „Ich war aufgrund meines Kreuzbandrisses neun Monate raus, spiele jetzt erst seit zwei Monaten wieder richtig Handball“, sagt er. „Da fehlt noch ein bisschen die Explosivität.“ Die will er sich nun möglichst schnell zurückholen – dafür hat er bereits in der langen Zeit der Reha hart gearbeitet. „Da habe ich durch das Athletiktraining zehn Kilo zugenommen“, weist Gaubatz, der im Sommer 2011 mit der TSG Friesenheim in die 1. Liga aufgestiegen ist, darauf hin, dass er die Voraussetzungen dafür geschaffen hat, um im Rückraum künftig die nötige Durchsetzungskraft an den Tag zu legen. Denn: „In Gummersbach habe ich zwar auch viel auf Rechtsaußen gespielt. Aber auf Halb macht es mir doch mehr Spaß.“ - güna

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