Galonska bleibt Trainer der Hammer Eisbären

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Werner Nimmert (rechts) und Jan Koch trugen nicht nur zur Rettung der Eishalle bei, sondern kümmern sich jetzt auch um die sportliche Zukunft der Hammer Eisbären.

Hamm - Nach der Rettung der Eishalle in Werries rückt im Hammer Eishockey auch wieder das sportliche Geschehen in den Mittelpunkt.

In einem Gespräch mit Peter Schwennecker erläuterten Werner Nimmert, neuer 1. Vorsitzender von Lippe Hockey Hamm, und sein Stellvertreter Jan Koch, wie es in Zukunft bei den Eisbären weitergehen wird. Gleichzeitig gaben sie bekannt, dass Daniel Galonska auch in der kommenden Saison das Traineramt ausüben wird.

Herr Nimmert, Sie haben vor gut zwei Jahren einmal geäußert, dass Sie sich mehr und mehr aus dem Eishockeygeschäft zurückziehen wollten. Jetzt haben Sie nicht nur federführend die Hammer Eis eG ins Leben gerufen, sondern sind zudem auch noch Vorsitzender von Lippe Hockey Hamm geworden. Was war der Grund für den Rückzug vom Rückzug?

Nimmert: Eigentlich habe ich das immer noch vor. Aber auf Grund der drohenden Hallenschließung haben wir uns gefragt, ob wir das einfach so hinnehmen oder noch einmal durchstarten sollen. Ich hätte nicht die Kraft gehabt, das alleine zu stemmen. Wir haben uns dann mit acht Leuten, die ohnehin schon hinter den Kulissen die eine oder andere Sache organisiert haben, gefunden. Wir sind alles unterschiedliche Charaktäre, aber in der Sache äußerst zielorientiert. Das hat mich persönlich unheimlich beeindruckt. In so einem Team macht es Spaß zu arbeiten. Jetzt gehen wir die Sache noch einmal an. Und das mit ehrenamtlichen Leuten, aber auch vielen Experten in ihren Aufgabenbereichen.

Sehen Sie sich in Sachen LHH nur als Übergangslösung oder sagen Sie, jetzt mach ich das erst einmal?

Nimmert: Ich bin für zwei Jahre gewählt worden und will das auch durchziehen, mit klaren Vorstellungen. Die Zeiten von teuren Spielern als Söldner in Hamm sind ein für allemal vorbei. Das hat nur regelmäßig zu Insolvenzen geführt. Ich bin angetreten, um das massiv zu ändern. Mein Ziel ist es, die Talente aus dem eigenen Jugendbereich nach oben zu führen. Dabei soll eine Kooperation mit dem DEL-Klub Iserlohn Roosters, die sich momentan entwickelt, helfen.

Vieles wird, sowohl für den Verein als auch für die Eis eG, von den Besucherzahlen abhängen. Was wird für die Fans in der kommenden Saison attraktiver?

Nimmert:  Wir werden in diesem Jahr erst einmal die Niederlagen in Grenzen halten können. In der vergangenen Saison mussten wir in Windeseile eine Mannschaft zusammenstellen, sind ohne Vorbereitung in die Runde gegangen. Zum Ende der Saison hat sich das alles positiv entwickelt. Wir werden diesmal engere Spiele sehen, wollen um die Plätze eins bis vier mitspielen. Damit wollen wir auch die Erfolgsfans zurückgewinnen.

Koch: Wir brauchen eine gewisse Kontinuität, nicht nur im Gesamtkonstrukt, sondern auch, was die erste Mannschaft angeht. Deswegen wird Daniel Galonska in der kommenden Saison. unser Trainer bleiben. Das können wir jetzt preis geben. Wir sind uns einig. Wir haben zunächst auch mit allen Spielern unseres letztjährigen Kaders gesprochen, sind da auch schon recht weit, was die Planungen angeht. Wir haben bereits mündliche Zusagen, auch von Leistungsträgern. Wir werden aber erst Vollzug melden, wenn die Unterschriften unter den Verträgen gesetzt sind. Unser neuer Sportlicher Leiter kehrt am 17. Juli aus dem Urlaub zurück. Dann werden wir soweit sein.

Nimmert:  Das werden Spieler sein, die auch einem Beruf nachgehen und sich in Hamm wohl fühlen.

Wann geht die neue Mannschaft erstmals auf das Eis?

Koch:  Wir werden am 4. September um 20 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Herner EV die Saison offiziell eröffnen. In der letzten Augustwoche beginnt die Mannschaft mit dem Eistraining. Die meisten Spieler befinden sich jetzt schon im individuellen Sommertraining.

Was erwartet die Fans in der Eishalle an Neuerungen?

Nimmert: Wir haben jetzt in der Pause schon für neue sanitäre Anlagen gesorgt. Damit sind wir sogar ins Risiko gegangen, haben die Aufträge vergeben, obwohl noch nicht alles geklärt war. Unser Dank gilt den Sponsoren, die uns dabei geholfen haben.

Koch: Die alten Lampen wurden durch eine neue Lichttechnik ersetzt. In Zukunft wird man eine ganz andere Sicht auf das Spiel haben. Es wird eine neue Soundanlage installiert. Und zudem werden wir eine neue Gastronomie in Form einer Sportsbar haben, in der sich die Leute wohlfühlen werden.

 

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung.

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