Mit U17 zur EM nach Bulgarien

Traumjahr für Heessener Fußballer Dzenis Burnic

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Der Heessener Dzenis Burnic in einem Länderspiel gegen die Slowakei. Bei der EM in Bulgarien wird es in der Vorrunde auch diese Paarung geben.

HAMM - Manchmal muss sich Dzenis Burnic, aus Heessen stammendes Fußball-Talent des BV Borussia Dortmund, schon kneifen. Die ersten vier Monate des Jahres 2015 waren für ihn wie ein Traum.

Von Peter Schwennecker 

Im Januar durfte er in La Manga erstmals mit den BVB-Profis trainieren, vor zwei Wochen wurde sein Vertrag beim Bundesligisten bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Und jetzt folgt vom 6. bis zum 22. Mai als Krönung noch die Teilnahme mit der DFB-Auswahl an der U17-Fußball-EM in Bulgarien.

„Das Jahr ist bisher super für mich gelaufen“, freut sich Burnic darüber, dass seine Karriere in den vergangenen Wochen steil nach oben ging. Im zehnten Jahr ist der vom SV 26 Heessen stammende Nachwuchskicker schon bei Borussia Dortmund. 2014 wurde er mit der B-Jugend des Vereins Deutscher Meister. Derzeit führen die Borussen in dieser Altersklasse wieder souverän die Bundesliga-Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung an.

„Wir wollen unseren Titel verteidigen“, sagt der 16-Jährige, der am Samstag noch mit der BVB-Jugend gegen Bielefeld aufläuft, einen Tag später nach Frankfurt reist, wo U17-Bundestrainer Christian Wück die Nationalspieler erwartet. Einen Tag später folgt dann nach einem Medizincheck die Abreise nach Bulgarien.

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Dort startet die deutsche Auswahl am 6. Mai mit dem Spiel gegen Belgien in das Turnier. Danach folgen noch Vorrundenspiele gegen die Slowaken und gegen Tschechien. Wück hat als Minimalziel das Halbfinale ausgegeben, mit dem sich die U17 des DFB auch für die WM in August in Chile qualifizieren würde. „Wir haben sicherlich die Chance, die EM in Bulgarien zu gewinnen“, meint Burnic.

„In unserer Mannschaft steckt großes Potenzial. Wir zählen auch zum Kreis der Favoriten“, betont der Heessener, der hofft, in diesem Turnier eine wichtige Rolle zu spielen. „Ich kann im zentralen defensiven Mittelfeld, auf der linken Seite offensiv oder sogar linker Verteidiger spielen“, erzählt das Talent. „Ich weiß allerdings noch nicht, was unser Trainer plant. Wo ich spiele, ist mir auch egal, Hauptsache, ich bin überhaupt dabei“, erklärt Burnic.

Für ihn könnte die EM in Bulgarien übrigens mit einem besonderen Geschenk enden. Am Tag das Finales, am 22. Mai, wird er 17 Jahre alt. Für ihn ein sehr wichtiges Datum, denn ab diesem Tag darf er auch offiziell in der Profi-Mannschaft des BVB spielen. Nach seinem Debüt im Trainingslager in spanischen La Manga hat er in den vergangenen Wochen schon öfter mit der Bundesliga-Truppe der Borussia trainiert.

„Das hat richtig Spaß gemacht. Ich habe bei Jürgen Klopp sehr viel gelernt“, sagt Burnic, der es durchaus bedauert, dass der Coach den BVB nach sieben erfolgreichen Jahren verlassen wird. „Ich bedaure das sehr. Ich habe unter diesem Coach meine ersten Schritte im Profibereich gemacht, würde deshalb gerne die nächsten Schritte unter Klopp gehen. Doch ich freue mich jetzt auch auf die Zusammenarbeit mit Thomas Tuchel.“

Bei den Vertragsgesprächen mit Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc wurde vereinbart dass der Heessener die gesamte Vorbereitung auf die kommende Saison mit den BVB-Profis bestreiten wird. „Ich darf auch die Asien-Tour im Juli nach Japan, Malaysia und Singapur mitmachen“, bestätigt Burnic. Was danach passiert, ist allerdings noch nicht geklärt. Durchaus möglich, dass er bei den A-Jugendlichen der Dortmunder die nötige Ruhe erhalten wird, um sich fußballerisch weiter zu entwickeln.

Dazwischen wird er aber immer wieder mit den Profis trainieren können. Doch Burnic muss auch Geduld haben. Dass er irgendwann sein Debüt im Bundesliga-Team des BVB feiern wird, dürfte klar sein. Diese Entscheidung wird aber ganz allein bei Thomas Tuchel liegen.

Bei Jürgen Klopp genoss Burnic zuletzt schon ein sehr großes Ansehen. Der scheidende BVB-Coach bezeichnete ihn immer wieder als außergewöhnliches Talent, das seinen Weg gehen wird. Wohin dieser führen wird, werden sicherlich schon die nächsten Jahre in Dortmund zeigen.

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