Wiescherhöfen und Lohauserholz auf Abstiegsplätzen

Trotz der Fehlstarts: Im Hammer Westen herrscht weiter Zuversicht

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Hängengeblieben: Gennaro Palladino vom TuS Wiescherhöfen in der Partie gegen den Werner SC mit Nico Holtmann.

Sie hatten sich beide den Start in die neue Fußball-Saison anders vorgestellt. So steht der TuS Wiescherhöfen nach der 0:5-Heimpleite gegen Werne in der Landesliga auf einem Abstiegsplatz. Und der TuS Germania Lohauserholz hat noch  keinen Punkt geholt und ziert das Tabellenende der Bezirksliga.

Hamm – Dennoch herrscht bei beiden Vereinen Zuversicht, dass die Formkurve bald wieder nach oben zeigt. 

TuS Wiescherhöfen

 Nach einer schwachen Vorbereitung schien der TuS Wiescherhöfen passend zum Saisonstart in einer starken Verfassung zu sein. Denn die Auftaktpartie in Wettringen gewann das Team von Trainer Thorsten Heinze mit 2:1. Doch anschließend gab es zwei Niederlagen: zuerst das unglückliche 0:1 gegen den TuS Haltern II, am Sonntag dann die Klatsche gegen Werne. „Das 0:5 war bitter und hört sich richtig hoch an“, sagt Heinze. „Aber wenn man sieht, wie es entstanden ist, dann kann man etwas gechillter sein.“

 So verweist der Coach zum einen darauf, dass die ersten beiden Treffer jeweils nach individuellen Fehlern von Rachid Souita und Jan Greitemeier gefallen seien. Und zum anderen darauf, dass ihm derzeit mit Dominik Sorge, Dominik Degelmann, Georgios Gkikas und Jonas Große-Allermann vier Stammkräfte fehlten und dass Jannis Ritter, Umut Kodaman sowie Greitemeier angeschlagen in die Partie gegangen seien. „Wir haben im ersten Spiel gesehen, dass wir in der Liga mithalten können. Wir können auch gut Fußball spielen und gallig dagegen halten“, betont Heinze und hofft, dass seine Mannschaft dies auch zeigen wird, wenn die derzeit fehlenden Akteure wieder einsatzbereit sind.

 „Wir brauchen uns jedenfalls nicht in die Hose zu machen, dass das jetzt jede Woche so schlecht laufen wird. In der Liga gibt es genug Mannschaften, die wir schlagen können und müssen.“ Am kommenden Sonntag wartet aber gleich wieder ein starker Gegner auf den TuS, wenn es zum Ligazweiten SV Dorsten-Hardt geht, wo die Wiescherhöfener als klarer Außenseiter auf dem Platz antreten werden. 

TuS Germania Lohauserholz 

Thorsten Skerra, der zusammen mit Jörg Fiebig den TuS Germania Lohauserholz trainiert, redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Nüchtern betracht muss man sagen, dass die drei Mannschaften, gegen die wir bisher gespielt haben, von der Breite und von der Qualität alle besser besetzt waren als wir. Ostinghausen und Westönnen waren einen Tacken besser, Freckenhorst eine Klasse besser“, gibt der Coach zu, der die aktuellen Probleme gleich an mehreren Dingen fest macht. 

So haben die Germanen ihre Neuzugänge nur aus den eigenen Reihen rekrutiert. „Und die benötigen noch Zeit“, so Skerra. Dann habe Lohauserholz nach dem Weggang von Topstürmer Gianluca Di Vinti zum Oberligisten SV Westfalia Rhynern das System umgestellt und setzt nun nicht mehr auf Konter, sondern auf ein frühes Pressing. „Aber die Mannschaft hat zuletzt den Mut verloren, das bis zum Ende konsequent und konzentriert durchzuspielen“, analysiert der Coach. Zudem würden Typen fehlen, die die Mannschaft mitreißen können, wenn es mal nicht nach Wunsch läuft. 

Zu allem Übel hat sich Daniel Riemer am Sonntag eine Zerrung zugezogen und wird dem TuS rund 14 Tage nicht zur Verfügung stehen. „Damit fehlt uns vorne unser Zielspieler. Für ihn haben wir keine Alternative“, betont der Germanen-Trainer. Und zu guter Letzt, so erklärt Skerra, habe sich seine Mannschaft noch nicht darauf eingestellt, dass die Gegner derzeit meist auf diagonale Pässe setzen und dann auf die zweiten Bälle gehen. „Da fehlt uns noch die Körperlichkeit“, meint er und hofft, dass sich sein Team am Sonntag im Derby gegen den SVE Heessen wieder besser präsentieren wird. „Es geht bei 0:0 neu los. Und wir dürfen nach dem ersten Nackenschlag nicht sofort die Köpfe hängen lassen“, erläutert Skerra.

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