Rhynern verliert 1:4 gegen Sportfreunde Lotte

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Scheiterte in der 3. Minute per Elfmeter: Rhynerns Kapitän Dustin Wurst.

HAMM - Im ersten Augenblick war der Frust groß. Enttäuscht hatten sich die Spieler des SV Westfalia Rhynern nach dem Abpfiff auf den Rasen fallen lassen und versuchten, den Ärger über die letztlich zu hoch ausgefallene 1:4 (1:1)-Niederlage in der zweiten Runde des Westfalenpokals gegen den Regionalligisten SF Lotte zu verdauen.

Doch nachdem Trainer Björn Mehnert seine Mannschaft wenig später in der Kabine zusammengetrommelt und ein paar Worte an seine Akteure gerichtet hatte, sah die Welt der Rhyneraner schon wieder ein wenig besser aus. „Das war ein gutes Spiel von uns“, erklärte der Westfalia-Coach. „Lotte ist eine Top-Regionalliga-Mannschaft, gegen die wir uns gut verkauft und gegen die wir phasenweise mitgehalten haben.“

Vor allem in der ersten Hälfte hatte der Tabellenzweite der Oberliga den klassenhöheren Gästen Paroli geboten, sich als durchaus gleichwertiger Gegner präsentiert und hätten sogar früh in Führung gehen können. Denn nach einem Foul von Alexander Langlitz an Mathieu Bengsch hatte Schiedsrichter Fabian Maibaum (Hagen) sofort auf den Punkt gezeigt. Doch Kapitän Dustin Wurst scheiterte mit seinem zu schwach geschossenen Elfmeter an Yannik Dauth. „Schade, dass der nicht reingegangen ist“, ärgerte sich Jan Apolinarski später.

Weitaus nervenstärker ging in der 8. Minute Pascal Schmidt zu Werke, der nach einem Foul von Michael Wiese an Jesse Weißenfels den Strafstoß zum 0:1 verwandelte. Die Rhyneraner zeigten sich von diesem Rückstand aber überhaupt nicht beeindruckt, hatten zuerst Pech, als Michael Wiese nach einem Bengsch-Freistoß freistehend über das Tor zielte. Doch in der 27. Minute gelang den Platzherren der verdiente Ausgleich. Nach einer Ecke der Sportfreunde war Bengsch auf der linken Seite in Ballbesitz gekommen und hatte sofort Lennard Kleine bedient, der sich gegen die nicht immer sattelfeste Lotter Abwehr durchsetzte und zum 1:1 traf. Glück hatten die Platzherren allerdings in der 38. Minute, als der starke Weißenfels nur den Pfosten traf. „In der ersten Halbzeit haben wir uns richtig gut verkauft“, meinte David Schmidt. Und Kleine fügte hinzu: „Vor dem Wechsel war das ein ausgeglichenes Spiel. Und mit dem verschossenen Elfer von Dustin hatten wir echt Pech.“

Im zweiten Durchgang kippte die Partie dann aber schnell. Zum einen, weil Lotte das Tempo erhöhte. Zum anderen, weil sich Rhynern zu viele individuelle Fehler erlaubte. So wie in der 48. Minute, als Torwart Marcel Klemmer unter einer Flanke hinwegtauchte und Markus Zeh zum 1:2 traf. Und nach dem 1:3 durch den eingewechselten Benedikt Koep (76.) war es erneut Klemmer, der den vierten Treffer verschuldete. Etwas übermotiviert war der Torwart, der derzeit anstelle des verletzten Christoph Hunnewinkel zwischen den Pfosten steht, im Zweikampf mit Koep zu Werke gegangen, so dass es erneut Elfmeter für Lotte gab. Pascal Schmidt ließ sich die Chancen nicht nehmen und traf zum 1:4-Endstand (79.). „Schade“, meinte Rhynerns David Schmidt, „ein 1:2 oder 1:3 wäre gerechter gewesen.“ - –pad–

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