Fußball-Regionalliga

Warum sich Rhynern wieder etwas ausrechnet

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Die Westfalia - hier mit Adrian Cieslak - will gegen die U23 des 1. FC Köln wieder punkten.

Hamm - Nur drei Tage nach der 0:7-Niederlage in Mönchengladbach ist der SV Westfalia Rhynern in der Fußball-Regionalliga erneut gefordert. Am Dienstagabend gastiert die U23 des 1. FC Köln in der Helmut-Voss-Arena.

Es sind schon einige derbe Klatschen gewesen, die der SV Westfalia Rhynern in dieser Saison in der Fußball-Regionalliga kassiert hat: 1:8 gegen den SV Rödinghausen, 1:6 gegen Viktoria Köln, 0:7 gegen den KFC Uerdingen 05 und am vergangenen Samstag 0:7 bei der U23 von Borussia Mönchengladbach. „Wir wissen, dass wir in jedem Spiel 100 Prozent geben und zu jedem Moment da sein müssen. Wenn wir das nicht schaffen, gehen wir unter“, sagt Torsten Garbe, Trainer des Tabellenletzten, und hofft, dass es für sein Team heute Abend wieder besser laufen wird. 

Rhynern will Leistung aus der Partie gegen Düsseldorf wiederholen

Dann gastiert die U23 des 1. FC Köln um 19.30 Uhr in der Helmut-Voss-Arena – und der Westfalia-Coach hätte nichts dagegen, wenn seine Mannschaft an die gute Vorstellung aus der Vorwoche anknüpft, als Rhynern nach einer mitreißenden Leistung den Nachwuchs von Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf mit 2:1 besiegt hatte. „Da hat man gesehen, dass wir leben und dass die Jungs gewillt sind, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Wir müssen aber 90 Minuten lang konzentriert sein. Wenn man das nicht ist und man nicht aufpasst, dann geht es ganz schnell. Die anderen Mannschaften sind einfach alle brutal gut besetzt“, sagt Garbe, der auch mit dem Auftritt seiner Schützlinge in der ersten Halbzeit im Mönchengladbacher Grenzlandstadion zufrieden gewesen war. 

Vor der Gelb-Roten Karte gegen Tim Neumann nach 14 Minuten hatten die Rhyneraner die Partie bestimmt, anschließend in Unterzahl der Borussia auch lange Zeit Paroli geboten, ehe sie im zweiten Durchgang folgenschwer auseinander gebrochen waren. „Nach dem 0:2 war das eine Kopfsache. Wir müssen diese 45 Minuten jetzt abhaken und uns auf Köln fokussieren“, sagt Garbe. Und da rechnet er damit, dass sich seine Mannschaft wieder auf Augenhöhe mit dem Gegner bewegen wird. 

Die Westfalia setzt auf das gewohnte Geläuf

Zum einen gehören die Geißböcke nicht zu den Topteams der Liga, belegen derzeit den ersten Nichts-Abstiegsplatz. Zum anderen ist die Westfalia am heimischen Papenloh in diesem Jahr noch ungeschlagen und hat gezeigt, dass sie in der Helmut-Voss-Arena derzeit nur schwer zu knacken ist. „Wir müssen aus dieser Heimstärke die Kraft schöpfen“, erklärt Garbe. „Und wenn wir dann eine ähnlich gute Leistung zeigen wie gegen Düsseldorf, dann ist alles möglich. Wenn wir aber im Kopf nur ein bisschen nachlassen, wird es schwierig.“ 

Schwer tut sich Garbe auch noch damit, in welcher taktischen Formation er gegen die Kölner antreten wird. Gegen Düsseldorf und auch in Gladbach bis zu dem Feldverweis gegen Neumann hatte er auf ein offensiv ausgerichtetes 3-4-3-System gesetzt und die Gegner damit sichtlich in Verlegenheit bringen können. Durch die Sperre von Neumann fehlt ihm aber der dritte Innenverteidiger, um in der Defensive erneut auf eine Dreierformation zu setzen. „Ich habe noch keine Ahnung, ob wir hinten mit einer Dreier-, Vierer- oder Fünferkette spielen werden“, sagt Garbe. „Aufgrund einer Kommunionfeier hatte ich am Sonntag keine Zeit, mir die Kölner auf Video anzuschauen. Das werde ich noch nachholen und dann die Entscheidung treffen, wie es am besten passt.“ 

Jan Kleine meldet sich wieder fit

Neben Neumann muss er weiter auf die langzeitverletzten Exauce Andzouana, Lukas Homann und Mathieu Bengsch sowie auf die angeschlagenen Lucas Arenz und Sven Ricke verzichten. Lediglich Jan Kleine, der gegen Düsseldorf und Mönchengladbach pausieren musste, hat sich wieder fit gemeldet. „Dass Tim ausfällt, tut uns natürlich sehr weh. Er hat zuletzt starke Leistungen gezeigt. Personell sieht es wirklich dünn aus“, so Garbe.

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