Rhynern muss in der Oberliga beim VfB Hüls antreten

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Dennis Rödel

HAMM -  Es fällt nicht leicht, sich an den Tag zu erinnern, an dem der SV Westfalia zum letzten Mal in der laufenden Saison in der Fußball-Oberliga als Sieger vom Platz ging. Am 17. November war das 3:0 gegen den TuS Ennepetal fast noch Normalität für das Team vom Papenloh – ein Erfolgserlebnis am Sonntag beim Liga-Drittletzten VfB Hüls (15 Uhr/Am Badeweiher) wäre dagegen mittlerweile ein Befreiungsschlag.

„Die Spieler tragen derzeit einen Rucksack mit sich herum“, hatte Rhynerns Coach Björn Mehnert nach dem mageren 0:0 gegen Schlusslicht TuS Dornberg festgestellt. Nun hofft er, dass er während der Woche den richtigen Schalter gefunden hat, um wieder positive Energien für die kommenden wichtigen Aufgaben freizusetzen. „Wir haben nicht zu viel gemacht. Denn die Jungs dürfen nicht verkrampfen und die gewisse Lockerheit darf nicht fehlen.“

Noch ist die Situation, in der sich die Rhyneraner befinden, durchaus komfortabel. Einen Grund, nervös zu werden, sieht Mehnert daher nicht. „Ich denke, dass wir nicht absteigen werden“, sagt er. „Doch man sollte schon in den Rückspiegel schauen. Allerdings gibt es Schlimmeres, als in der Oberliga Fußball zu spielen zu müssen.“

Der VfB Hüls hat sich nach zuletzt vier Niederlagen in Folge – dabei das derbe 0:5 in Sprockhövel am Sonntag – von Trainer Martin Schmidt getrennt. Ein Umstand, der die Partie für die Gäste nicht angenehmer macht. „Das kann ich eh nicht beeinflussen, was andere machen“, bleibt Mehnert gelassen. „Wir nehmen es, wie es kommt. Aber ein neuer Trainer gibt sicher Eigenmotivation. Jeder wird sich besonders beweisen wollen.“

Personell wird sich bei der Westfalia nicht viel im Vergleich zur Vorwoche ändern. Niklas Rieker ist zwar wieder im Mannschaftstraining, wird aber wohl in der U 23 zum Einsatz kommen. Und zu den ausfallenden Lennard Kleine (Muskelfaserriss), Michael Wiese (Virusinfekt) und Mahmut Yavuzaslan (Sprunggelenksblessur) gesellt sich nun auch noch Burak Yavuz (Magen-Darm-Infekt). „Da sind natürlich drei Offensivspieler dabei, die wegfallen“, sagt Mehnert mit Blick auf die Torflaute der Westfalia. „Das ist nicht gerade förderlich in unserer jetzigen Situation. Aber wir haben genug Spieler, die wissen, wo das Tor steht.“ - güna

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