Westfalia Rhynern muss zu Spitzenreiter Sprockhövel

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Thanh-Tan Tran.

HAMM - Zwei Wochen hatten die Spieler des Fußball-Oberligisten Westfalia Rhynern wegen des Spielausfalls der Partie gegen den SuS Neuenkirchen Zeit, um nach der bitteren 2:4-Niederlage in Gütersloh ihre Wunden zu lecken.

Innerhalb von sechs Minuten kassierte das Team von Trainer Björn Mehnert beim FCG drei Gegentore und verspielte eine 2:1-Führung. Auf zwei Punkte schmolz damit der Vorsprung in der Tabelle auf die Abstiegsplätze zusammen – und nun muss die Mannschaft auch noch beim unangefochtenen Spitzenreiter TSG Sprockhövel (Sonntag/14.30 Uhr) antreten.

Doch Mehnert sieht diese Aufgabe nicht als Last für sein Team an, sondern vielmehr als Chance. „Wir freuen uns, auf den Spitzenreiter zu treffen, der eine sensationelle Vorrunde spielt“, versichert der Westfalia-Coach. „Ich habe diese Mannschaft in dieser Saison schon dreimal gesehen und muss sagen, dass sie zurecht da oben steht.“

Zehn Punkte beträgt der Vorsprung der „Jungen Wilden“ aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis auf den Liga-Zweiten Sportfreunde Siegen – ein Zeichen der Dominanz des Teams, das allerdings am vergangenen Spieltag erstmals seit dem Saisonauftakt und nach 13 Partien ohne Niederlage wieder als Verlierer vom Platz gehen musste. Mit 1:2 unterlag die TSG bei der SpVgg Erkenschwick, verlor dabei zudem nach 54 Minuten Radu Maldea (Gelb-Rot) und musste auf die Stammspieler Tim Dudda und Leroy Kwadwo (beide am Knie verletzt) verzichten. Zudem war Torjäger Max Claus mit einem Magen-Darm-Infekt in die Partie gegangen – sein zwischenzeitlicher Sprint zur Toilette war daher noch seine spritzigste Aktion auf dem Platz. „Wir werden uns einmal schütteln und sehen, dass wir die Hinrunde ordentlich zu Ende bringen“, kann TSG-Trainer Andrius Balaika die Niederlage daher auch gut einordnen.

Für Mehnert spielt der Gastgeber eine ähnlich gute Rolle wie sein Team in der Vorsaison. „Was die abreißen, ist phänomenal. Man merkt, dass die Jungs da einfach Bock haben. Das sind blutjunge Spieler, die marschieren, die den Fußball leben und lieben. Ich habe aber auch gesehen, dass sie nicht unverwundbar sind. Wir werden die Punkte jedenfalls nicht kampflos rüberschicken.“ Seine Mannschaft müsse vor allem läuferisch und kämpferisch dagegenhalten. „Sonst kann der Express schnell ins Rollen kommen.“

Bei der Westfalia fehlen die Langzeitverletzten Markus Maier und Aaron Vasiliou. Mathieu Bengsch und Felix Böhmer haben Probleme mit dem Sprunggelenk. Torben Menne und Dustin Wurst kehren dagegen ebenso in den Kader zurück wie David Schmidt.

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