Fußball

Wie Westfalia Rhynern in Siegen für schlechte Stimmung sorgen will

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Der junge Sezer Toy (links) zeigte im Derby gegen die HSV ei starke Partie im defensiven Mittelfeld.

Der SV Westfalia Rhynern gastiert am Samstag um 18 Uhr bei den Sportfreunden Siegen. Nach der Partie ist die Elf vom Papenloh zur 120-Jahr-Feier der Gastgeber eingeladen. 

Hamm – 120 Jahre wird der 1899 gegründete Verein Sportfreunde Siegen in diesem Jahr – und feiert diesen Geburtstag am heutigen Samstagabend. Zur großen Party ist auch SV Westfalia Rhynern eingeladen, weil die Elf vom Papenloh der Verlegung der Partie zugestimmt hat und bereits heute um 18 Uhr im Leimbachstadion antreten wird. Damit den Gästen das Essen und vielleicht auch das eine oder andere Bier schmecken wird, hat Trainer Michael Kaminski seinen Schützlingen für die Partie der Fußball-Oberliga eine klare Vorgabe mit auf den Weg gegeben: „Wir wollen die Partystimmung von Siegen ein bisschen dämpfen und etwas Zählbares mitnehmen.“

Die bisherigen Auftritte in der Fremde machen allerdings nicht allzu viel Mut, dass die Rhyneraner bei den Sportfreunden einen oder gar drei Punkte einsacken werden. Das weiß auch Kaminski, der offen und ehrlich zugibt: „In Meinerzhagen haben wir mit Glück einen Punkt geholt. Und in Ahlen haben wir bei der 1:2-Niederlage 60 Minuten lang sehr schwach gespielt.“

Zuhause hatte die Westfalia dagegen weitaus stärkere Leistungen abgerufen – und daran will Kaminski mit seinem Team jetzt auch in der Fremde anknüpfen. Und daher erwartet er, dass die Rhyneraner bei den Sportfreunden mutig auftreten, die Räume eng machen, in der Defensive kompakter stehen und in den Zweikämpfen aggressiver zur Sache gehen. „Wir müssen uns mehr wehren und einfach auswärts ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt“, meint Kaminski und setzt dabei auf einen starken Konkurrenzkampf.

Denn bis auf Dejan Markovski stehen ihm, nachdem Tim Neumann (Knie-OP) und Salvatore Gambino (Adduktoren) ihre Verletzungen auskuriert haben, alle Akteure seines Kaders zur Verfügung. „Wir müssen mal schauen, ob es bei ihnen schon wieder reicht. Aber Fakt ist, dass der Kampf um die Stammplätze voll entbrannt ist, keiner kann sich sicher sein“, betont der Coach.

Ob er seine Formation im Vergleich zum Auftritt im Derby gegen die Hammer SpVg (0:0) ändern wird, lässt er aber noch offen. Denn sein Team hatte gegen den Ortsnachbarn eine starke Partie abgeliefert, war nur in Sachen Torabschluss viel zu uneffektiv gewesen, um aus der deutlichen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Daher hat Kaminski im Training auch vermehrt Torschuss üben lassen – in der Hoffnung, dass die Westfalia ihre Möglichkeiten in Siegen besser nutzen wird. „Wir werden bei den Sportfreunden definitiv nicht so viele Chancen bekommen wie gegen die Hammer SpVg. Umso wichtiger ist es, dass wir dann die nötige Zielstrebigkeit und Konsequenz haben“, stellt Kaminski klar.

Die Siegener stehen derzeit genauso wie die Rhyneraner mit fünf Punkten im Mittelfeld der Tabelle, weisen aber mit 10:9 Treffern ein ungewöhnliches Torverhältnis auf. An der guten Offensivausbeute hat der erst 22-jährige Björn Jost einen großen Anteil. Er lenkt das Spiel der Siegener, verfügt zudem über einen guten Abschluss. „Das ist ein Top-Oberliga-Spieler“, bestätigt Kaminski. „Siegen ist eine junge Mannschaft, die viel läuft und Fußball spielen will. Aber wir wissen, wo wir den Gegner packen können.“

Damit meint er die bislang alles andere als sattelfeste Abwehr der Sportfreunde. Doch um diese Schwäche auszunutzen, müssen die Offensivkräfte der Westfalia weitaus treffsicherer sein als zuletzt. „Wir müssen das mehr erzwingen, müssen geiler auf Tore sein. Das fehlte bisher“, sagt Kaminski.

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