Fußball-Oberliga

Westfalia Rhynern vor emotionalem Spagat in Rheine

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Sorgte im Derby für Freude pur bei den Rhyneranern: Torschütze Lucas Arenz (rechts)

Den Last-Minute-Derbysieg haben die Akteure des Oberligisten Westfalia Rhynern ausgelassen gefeiert. Nur wenige Tage später wartet die nächste Pflichtaufgabe - und die Chance, Schützenhilfe zu leisten.

Hamm – Nach dem Hammer Fußball-Oberliga-Derby ist vor dem Ligaalltag: Wenn Westfalia Rhynern am Sonntag (15 Uhr, OBI Arena) beim FC Eintracht Rheine den Schwung aus dem Last-Minute-Sieg gegen die Hammer SpVg mitnehmen will, geht es für den Ligavierten um Kapitän Michael Wiese nur noch um die Ehre. 

Der Abstand auf Rang fünf beträgt acht Zähler, die beiden Aufstiegsplätze sind bereits vergeben. Nur die Abstiegsfrage können sie noch mit beantworten. Den Sieg im Stadtduell zu feiern ist die eine, schnell den Fokus auf die anstehenden Aufgaben zu richten ist die andere Sache. 

Daraus, dass in der Rhynern-Kabine ausgelassen gefeiert wurde, macht Kapitän Wiese keinen Hehl: „Es war überragend. Die Emotionen bei solchen Siegen sind die besten. Seitdem herrscht gute Laune pur.“

Auf Rhynern warten anstrengende englische Wochen

Spätestens beim gestrigen Abschlusstraining vor der Auswärtsaufgabe in Rheine sollte der emotionale Spagat gemeistert worden sein. Zweifel daran hat der Spielführer keine vor den anstehenden englischen Wochen: „Es geht Schlag auf Schlag für uns. Jetzt müssen wir nach Rheine, am Mittwoch kommt Schermbeck. Danach wartet im Kreispokal das nächste Duell mit der HSV auf uns. Deshalb müssen wir uns sofort auf den nächsten Gegner konzentrieren.“ 

Eben solcher, der abstiegsbedrohte FC Eintracht Rheine, „strotze“ für Wiese wie zuletzt die HSV „nicht vor Selbstbewusstsein. Auch sie werden ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legen“, erwartet der 24-Jährige ein Duell, in dem die Rhyneraner die Spielkontrolle übernehmen werden. 

Hammer SpVg kann auf Schützenhilfe hoffen

„Nichtsdestotrotz müssen wir auf ihre Offensive Acht geben. Mit Timo Scherping haben sie einen torgefährlichen Stürmer in ihren Reihen“, so der Rechtsverteidiger. Ein Auswärtssieg Rhynerns an der holländischen Grenze ermöglicht nicht nur den Sprung auf Platz drei. Gleichzeitig würden sie dringend benötigte Schützenhilfe für den Nachbarn leisten. 

„Wenn man ehrlich ist, spielen wir bereits seit Wochen um die berühmte goldene Ananas. Dennoch herrscht bei uns kein Spannungsabfall“, macht Wiese der HSV Mut, dem Liga-15. die wichtigen Punkte nicht kampflos überlassen zu wollen.

Hinspiel weckt Erinnerungen in Rhynerns Kapitän 

„Wir sind ein Team, das jedes Spiel gewinnen will. Für Sonntag spielt das zwar nur eine untergeordnete Rolle, aber ich würde mich freuen, wenn die HSV die Klasse hält“, fügte er an. 

Beim 4:2-Hinspielsieg traf Wiese selbst noch per Volleyabnahme zum 3:0-Zwischenstand – sein „schönster Saisontreffer" bisher. „Ich erinnere mich aber vor allem an die zweite Halbzeit, in der wir einen Gang zurück geschaltet haben und uns nicht über ein 4:4 hätten beschweren dürfen“, berichtet der Kapitän. Der Oberligist ist gewarnt.

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