HSV will im Westfalenpokal eine Runde weiterkommen

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Verletzung auskuriert: Amadeus Piontek.

Hamm - An der Rollenverteilung gibt es für Oliver Gottwald keinen Zweifel. Schließlich ist die Hammer SpVg eine Klasse höher zu Hause als der SV Brackel 06.

Und geht es nach dem Trainer des Fußball-Oberligisten, dann soll seine Mannschaft auch „versuchen, diesen Unterschied erkennen zu lassen“, wenn sie am Donnerstagabend (19 Uhr) in der zweiten Runde des Westfalenpokals auf dem Sportplatz an der Oesterstraße im Dortmunder Vorort antritt. „Wir sind auf jeden Fall der Favorit“, sagt Gottwald.

Daran ändert für ihn auch der Umstand nichts, dass die HSV weiter personelle Probleme plagen. Faysel Khmiri kommt nach seiner Grippe wohl allenfalls für einen Kurzeinsatz in Frage, Tayfun Cakiroglu (Adduktorenprobleme) nicht einmal dafür. „Das ist eine Vollkatastrophe“, sagt Gottwald mit Blick auf die wieder einmal notwendigen Umbauarbeiten in seiner Startelf. Immerhin kehrt Rechtsverteidiger Amadeus Piontek in den Kader zurück, soll eventuell für einige Minuten zum Zuge kommen.

Experimente wird Gottwald aber nicht eingehen. Das überschaubare Aufgebot erlaubt diese ohnehin kaum. Und „wir möchten eine Runde weiterkommen, ganz klar“, fordert der Coach, dessen Team im Falle eines Sieges im Achtelfinale auf den Gewinner der Begegnung zwischen Ligakonkurrent Roland Beckum und Regionalligist SC Verl träfe. Doch die Hürde Brackel, die es zunächst zu nehmen gilt, ist durchaus hoch. Die Dortmunder haben sich als souveräner Aufsteiger relativ gut in der neuen Umgebung eingelebt und sind daher „nicht zu unterschätzen“.

Deshalb, so Gottwald, soll sein Team „richtig Gas geben“, an die Stärken beim vorvergangenen Auftritt in Bielefeld anknüpfen und die Lehren aus dem torlosen Remis zuletzt gegen Gütersloh ziehen. Da war dem Trainer die Mängelliste zu lang, per Videostudium arbeitete er sie mit den Spielern ab. Vor allem die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß, zudem fehlte es an Aggressivität und Laufbereitschaft – Eigenschaften, die die für die Hammer in Brackel Pflicht sind. „Wenn man die Einsatzbereitschaft nicht mitbringt, dann verliert man auch gegen einen Westfalenligisten“, warnt Gottwald und sieht in der Partie zugleich die ideale Vorbereitung auf den anstehenden Meisterschaftsauftritt: „Wir möchten aus dem Spiel die Aggressivität mitnehmen, die wir auch gegen Siegen brauchen werden.“

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