Hammer SpVg gastiert zum Auftakt in Schermbeck

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Die HSV, hier Dennis Mooy, startet in Schermbeck in die Saison.

Hamm - Wie sehr Verantwortliche und Spieler der Hammer SpVg den Start in der Fußball-Oberliga herbeisehnen, zeigt sich bereits an diesem Abend. Da reist fast das komplette Team nach Erkenschwick, um die erste Partie der neuen Saison zwischen der SpVgg. und Neuling TSV Marl-Hüls zu verfolgen.

„Ich freue mich total, dass es losgeht“, sagt Trainer Oliver Gottwald und hat eine ähnliche Gemütslage bei seinen Schützlingen ausgemacht: „Die Jungs brennen. Im Training war in dieser Woche richtig Pfeffer drin.“

Ein klein wenig länger als Erkenschwick und Marl-Hüls müssen sich die Hammer zwar gedulden, am Sonntag aber hat das Warten ein Ende. Um 15 Uhr (Waldsportplatz) ist die HSV zu Gast beim SV Schermbeck. Dass es zum Auftakt angenehmere Kontrahenten gibt als einen Neuling, der mit dem Schwung und der Euphorie des Aufstiegs in die Saison startet, weiß Gottwald, betont aber: „Wir brauchen ohnehin die ersten zwei, drei Spiele, um den Takt zu finden. Deshalb macht es letztlich keinen Unterschied, ob du in der ersten Partie gegen Schermbeck, Erkenschwick, Siegen oder Rhynern spielst. Wichtig ist einfach, dass wir vernünftig aus den Startlöchern kommen.“

Dafür hat die HSV sechs Wochen intensiv geschuftet. Gottwald, der im März sein Amt angetreten hatte und somit erstmals für die Vorbereitung des Teams verantwortlich war, hat Grundlagen im Kraft-/Ausdauerbereich geschaffen, hat an der taktischen Flexibilität gefeilt. Dazu zählt auch die Reaktion auf unterschiedliche Systeme, die der Gegner praktiziert. Schermbeck erwies sich in dieser Hinsicht in der Vorbereitung als recht variabel, hat Gottwald registriert. „Wir sind auf alles vorbereitet“, sagt der Coach, der allerdings „einen heißen Tanz“ erwartet. Auch, weil der SVS eine Reihe von gefährlichen Akteuren in seinen Reihen hat, wie Stürmer Tim Dosedal. „Wir müssen hochkonzentriert zu Werke gehen“, sagt Gottwald. „Denn wir wollen gewinnen. Das wäre einfach wichtig für das Selbstvertrauen. Dann fällt eine gewisse Last ab und wir wären nicht sofort unter Druck.“

Die Startaufstellung steht für den HSV-Trainer weitgehend fest. Gottwald geht davon aus, dass der in der Defensive gesetzte Tayfun Cakiroglu rechtzeitig die Freigabe erhält. Sollte das nicht der Fall sein, „müssten wir ein bisschen umstellen“. Serdar Yigit fehlt aufgrund seiner Gelb-Rot-Sperre, Jochen Höflers Einsatz ist wegen des Blutergusses im Knie fraglich. Das Abschlusstraining am Samstag soll letzte Erkenntnisse liefern. Sarafettin Sarisoy gehört nicht mehr zum Kader der Ersten, die beiden langzeitverletzten Roman Maciejak und Dursun Akdag fehlen weiter.

Doch Gottwald sieht sein Team auch personell gut gerüstet für die Saison. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, hat er einen leistungsfördernden Kampf um die Positionen ausgemacht. Und nicht zuletzt deshalb geht er optimistisch in die neue Spielzeit. Die Mannschaft müsse zwar noch weiter zu einer Einheit reifen. Aber: „Wenn jeder seine Qualität einbringt und die Automatismen greifen, dann sind wir ein richtig gutes Kollektiv. Dann wird es schwer gegen uns.“ Das soll am Sonntag bereits Schermbeck zu spüren bekommen.

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