Westfalia Rhynern weiter auf der Erfolgswelle

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Durchgesetzt: Rhynerns David Schmidt.

ENNEPETAL - Die Oberliga-Fußballer des SV Westfalia Rhynern reiten weiter auf der Welle des Erfolgs. Nur drei Tage nach dem kräftezehrenden Derby gegen die Hammer SpVg (2:2) erkämpften sie sich beim zuhause bislang ungeschlagenen TuS Ennepetal einen 2:0 (0:0)-Erfolg.

Es war bereits der fünfte Sieg in den vergangenen sechs Spielen. Und doch flackerte das Lächeln des sonst so coolen Trainers in der Pressekonferenz, als TuS-Stadionsprecher Achim Münch Rhynerns Elf als „Mannschaft der Stunde“ bezeichnete und nach Regionalliga-Plänen fragte. „Wir denken nur an das nächste Spiel“, antwortete der 38-Jährige.

Auch vor der Partie hatte es Mehnert durchzuckt – als Torwart Christoph Hunnewinkel sich beim Warmmachen den Rücken verknackste. Marcel Klemmer kam so zu seinem ersten Liga-Einsatz in dieser Saison. Doch zu tun bekam zunächst nur sein Gegenüber Marvin Weusthoff. Gleich in der ersten Minute rettete er gegen Lennard Kleine per Fußabwehr und sah sich auch in der Folge mit angriffslustigen Gästen konfrontiert, die gegenüber dem Derby mit frischen Leuten und verändertem System begannen. Adem Cabuk spielte im 4-2-3-1 den Part im rechten Mittelfeld. Hinter ihm agierte Jan Apolinarski für Michael Wiese in der Abwehrkette. Markus Maier verteidigte links.

Rhynern hatte durch Philipp Hanke (5.) und Felix Bechtold (15.) weitere Schusschancen, dann flaute der Gästesturm ab. Rhynern blieb immer wieder in der vielbeinigen Abwehr der Ennepetaler hängen, die ihrerseits zu unpräzise passten, um gefährlich zu werden. Auf dem vom permanenten Nieselregen rutschigen Rasen des Bremenstadions waren die Angriffsbemühungen beider Teams oft vom Zufall geprägt. Oft, aber nicht immer. Nach einem schönen Zuspiel zog TuS-Spitze Mike Hibbeln ab, doch Klemmer reagierte glänzend (25.). Danach zischte ein Flachschuss von Leon Enzmann an seinem Kasten vorbei (33.). Der Halbzeitpfiff beendete jäh die beste Phase der Elf von Trainer Imre Renji.

Mehnert ließ den wirkungslosen Cabuk in der Kabine, brachte Christoph Debowiak und stellte auf das zuletzt praktizierte 4-1-4-1-System um. Hanke rutschte vom Zentrum wieder nach rechts und stand daher genau richtig, als nicht einmal eine Minute nach Wiederanpfiff der Ball von Matthieu Bengsch dorthin rollte. Hanke traf zum 0:1 ins kurze Eck. Es war bereits sein neuntes Saisontor. „Der Junge ist ein Phänomen. Wenn der im 16er an den Ball kommt, ist die Trefferquote sehr hoch“, sagte Mehnert.

Die Ennepetaler drängten mit ihren großgewachsenen Spielern auf den Ausgleich und brachten Rhynerns Abwehr phasenweise ins Schwimmen. Doch die Null hielt, weil Abdulah El Youbari zu weit nach rechts köpfte (58.), Robin Hoffmann zu hoch schoss (65.) und der eingewechselte Timo Erdmann links am Tor vorbei zielte (89.). Eine Minute später war Rhynerns Abwehrschlacht gewonnen, weil Bengsch einen Angriff über fünf Stationen zum 0:2 veredelte. „Wir mussten bei einem starken Gegner wieder bis an die Schmerzgrenze gehen. Das Derby hat uns viele Körner gekostet, aber die Jungs haben kämpferisch und läuferisch alles rausgehauen und letztlich verdient, wenn auch sicher etwas glücklich gewonnen. Kompliment!“, lobte Mehnert. - sst

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