Fußball-Oberliga

Hammer SpVg selbstbewusst gegen ASC 09 Dortmund

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Patrick Franke

Die vergangenen drei Meisterschaftspartien der Hammer SpVg in der Fußball-Oberliga fielen den widrigen Wetterbedingungen zum Opfer. Am Sonntag (15 Uhr/Kunstrasen, Sportzentrum Ost) dürfte einer Austragung des Heimspiels gegen den ASC Dortmund nichts im Wege stehen.

Hamm – Wenn es nach René Lewejohann geht, müssen sich die Gäste aus Dortmund dennoch warm anziehen. Schließlich blickt er auf eine ordentliche Vorbereitungsphase zurück und sieht seine Mannschaft für die restlichen Saisonpartien bestens aufgestellt. „Wenn wir aus unserer kompakten Ordnung heraus unsere brutalen Vorstöße nach vorne fahren, dann wird es in der Liga für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen“, ist der HSV-Trainer von den Qualitäten seiner Mannschaft überzeugt.

Diese hat er allerdings auch beim Videostudium des Tabellenvierten erkannt. „Dortmund verfügt über eine Mannschaft, die nach vorne richtig gut besetzt ist“, lobt er den ASC. „Und mit Brümmer und Podehl hat das Team in meinen Augen zwei Spieler mit Regionalligaformat in den Reihen, die den Unterschied ausmachen können.“

Auch die Ergebnisse der vergangenen Spieltage weisen die Dortmunder als absolutes Spitzenteam der Oberliga aus. Vier Siege aus den vergangenen fünf Partien, dazu mit dem 4:0 gegen den Tabellendritten TuS Ennepetal am vergangenen Sonntag einen perfekten Einstieg in die Rückrunde gefeiert – der ASC hat seinen Anspruch in der Liga eindrucksvoll untermauert. Zumal auch andere bezwungene Gegner nicht gerade zur Laufkundschaft der Liga gehören. Vor allem der 3:0-Erfolg beim Klassenprimus Schalke 04 Anfang Dezember – es war erst die zweite Schalker Niederlage der Saison – hat die Konkurrenz aufhorchen lassen. „Wir nehmen diese Ergebnisse zur Kenntnis – nicht mehr, aber auch nicht weniger“, will sich Lewejohann nicht beeindrucken lassen. Er räumt aber ein, dass dadurch im Kader der Gäste „ein unglaubliches Selbstvertrauen“ und ein großer Siegeswillen gewachsen sein dürften. „Für uns gilt es nun, diesen Willen zu brechen, mit aller Macht.“

Im normalen Rhythmus

Die Vorbereitungsphase hat er mit seinem Team abgeschlossen. „Wir sind in den normalen Trainingsrhythmus übergegangen, sind auch ein Stück auf den ASC eingegangen“, sagt der Coach. „Aber in erster Linie wollen wir uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren.“

Die gelte es über alte Tugenden herauszukitzeln. „Über Einstellung und diszipliniertes Verhalten auf dem Platz“, fordert Lewejohann. In seinem bisher einzigen Pflichtspiel auf der HSV-Bank – beim 3:1-Erfolg in Holzwickede Ende November – hat das sehr gut geklappt. Seitdem hat die Mannschaft allerdings drei vergebliche Anläufe genommen, um ihr zweites Meisterschaftsspiel zu bestreiten, so dass Lewejohann nur die Testbegegnungen als Gradmesser bleiben, um die optimale Startformation zu finden. Florian Juka, Felix Frank und Serhad Gün haben sich im Winter neuen Vereinen angeschlossen, beim letzten Test – dem 0:4 gegen Regionalligist SC Verl – stand noch keiner der Neuzugänge in der Startformation. Dennoch bescheinigte Lewejohann den drei Neuen, Damian Lubak, Damir Kurtovic und Murat Yildirim einen guten Start im HSV-Kader, da sie alle drei „ordentlich Druck“ auf auf die Stammkräfte ausgeübt hätten und jederzeit eine Option seien, um ins Spiel geworfen zu werden.

Ohnehin freut sich der HSV-Trainer, dass derzeit fast der komplette Kader voll trainiert und sich mit Ausnahme von Volkan Ekici, der aufgrund einer Wadenverletzung die komplette Vorbereitung verpasst hat, keine weiteren Akteure im Krankenstand sind. „Für Volkan tut es mir allerdings sehr leid“, sagt er. „Das ist schon ein bisschen tragisch, dass der Junge so viel mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Er würde gerne wieder auf dem Platz stehen und ist daher im Moment ziemlich down."

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