Hammer SpVg im Westfalenpokal weiter

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Jochen Höfler

DORTMUND -  Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen in der Erstrunden-Partie des Westfalenpokals zwischen Landesliga-Aufsteiger SC Husen-Kurl und Oberligist Hammer SpVg, als der HSV-Coach eine vergebene Chance seiner Mannschaft mit seinem Co-Trainer, Mano Zielinski, gestenreich diskutierte.

Am Ende siegte der Favorit knapp, aber problemlos mit 4:2 (2:1) – und Goran Barjaktarevic stellte milde fest: „Wichtig ist, dass wir eine Runde weiter sind. Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.“

Wenn man allein die Zahl der HSV-Möglichkeiten sieht, hätte das Team jedoch noch wesentlich höher springen müssen. Denn etliche Großchancen brachte die HSV auf dem Kunstrasenplatz in Dortmund-Scharnhorst nicht im von Marc Wiegand allerdings exzellent gehüteten Tor der Husen-Kurler unter.

Barjaktarevic hatte seine Mannschaft mit einer taktischen 4-4-2-Ausrichtung aufs Feld geschickt – und sah bereits nach zwei Munten die erste Großtat des SC-Keepers, als er einen Schuss Jochen Höflers von der Strafraumgrenze parierte. Die nächste gute Gelegenheit hatten allerdings die Gastgeber, die sie zur überraschenden Führung nutzten – mit freundlicher Hilfe von HSV-Torhüter Trifon Gioudas, der per Abwurf einen Konter einleiten wollte, stattdessen den Ball aber in die Füße von SC-Stürmer Tim Heptner warf. Dessen Schuss aus halbrechter Position parierte er zwar noch, doch der Nachschuss von Yassir Mhani landete im Netz. „Das war natürlich ein Fehler“, sagte Barjaktarevic, wollte diesen jedoch nicht zu hoch bewerten. „Aber die hat heute jeder einmal gemacht.“

Diesem liefen die Hammer erst einmal hinter – das allerdings gekonnt. In der Mittelfeldzentrale schalteten Serafettin Sarisoy und Seyit Ersoy auf hohem Niveau, und der wieselflinke Semih Yigit auf der linken Angriffsseite kreierte immer wieder gute Möglichkeiten für sein Team. Emre Demir (21.) scheiterte noch aus 16 Metern an Wiegand. Und auf der andere Seite hatte die HSV bei einem zweiten derben Abwehrschnitzer – dieses Mal ein Querpass von Jens Grembowietz zum Gegner – Glück, dass Heptner seinen Heber neben das Tor setzte. Im Gegenzug fiel dann aber der Ausgleich, als Höfler quer zu seinem Sturmpartner Demir passte, der traf (27.).

Chancen im Minutentakt folgten, in denen die zuvor gut organisierte SC-Abwehr vor für sie unlösbare Probleme gestellt wurde. Dennis Jungk (28.), Yigit an die Latte (29.), der völlig frei auf Wiegand zusteuernde Höfler (30.) – alle verpassten die Führung, die vier Minuten vor der Pause doch noch dem Hammer Torjäger gelang, als der, mustergültig von Jungk angespielt, den Ball nur noch wenige Zentimeter über die Linie drücken musste. „Da hätten wir ja eigentlich schon mit fünf oder sechs Toren führen müssen“, bemängelte Barjaktarevic die fehlende Entschlossenheit.

Die schien sich kurz nach der Pause zu rächen, als sich die Hammer noch in der Kabine wähnten und Heptner für sein Team ausglich (46.).

Fünf Minuten später war der Fehler jedoch wieder behoben, nachdem ein Kopfball-Aufsetzer von Damir Kurtovic über die SC-Abwehr hinweg vor die Füße von Michael Kaminski prallte, der den Ball humorlos ins Netz beförderte (50.). Drei weitere Möglichkeiten brauchte Höfler danach (55., 58., 59.). Dann sorgte er – dieses Mal mustergültig vom eingewechselten Niklas Rieker eingesetzt – mit dem 4:2 für die endgültige Entscheidung (80.). In einem Spiel, das für Barjaktarevic eine gute Vorbereitung für den Saisonauftakt am Freitag beim SV Lippstadt war, auch wenn dann „sicher nicht die selbe Mannschaft auf dem Platz stehen wird“, betonte der Coach. Sein Team hofft nun, in der zweiten Runde (17.9.) auf Drittligist Preußen Münster zu treffen – der muss allerdings am 2. September noch die Hürde SC Obersprockhövel nehmen. - güna

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