HSV kassiert klare Niederlage in Erkenschwick – 1:4

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Müde und enttäuscht: HSV-Innenverteidiger Albert Alex nach dem Schlusspfiff in Erkenschwick.

ERKENSCHWICK - Das Spiel hatte Goran Barjaktarevic verloren, seinen Schwarzen Humor jedoch nicht. „Schade, dass der Schiedsrichter so früh abgepfiffen hat, wir waren nah dran“, scherzte der Trainer des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg nach der 1:4-Niederlage beim Tabellenzweiten SpVgg Erkenschwick.

Mit diesem Resultat waren die in allen Belangen unterlegenen Gäste noch gut bedient. Ebenso wie mit den Ergebnissen der Konkurrenz: Der Vorsprung auf den potenziellen Abstiegsplatz 15 blieb am 27. Spieltag konstant. Wenigstens das.

„Wir haben das Spiel im Bereich Schnelligkeit und Laufbereitschaft verloren. Alle Gegentore sind gefallen, weil die Erkenschwicker schneller waren als wir. Da kannst du trainieren wie du willst“, sagte Barjaktarevic nach der siebten sieglosen Partie der Hammer SpVg in Folge. Allzu viel ausgerechnet hatte sich der 44-Jährige vor dem Anpfiff im Stimbergstadion nicht. Aber eine engagierte Leistung, die wollte er schon sehen. Und die sah er auch – allerdings nicht von seinen Akteuren. Bereits nach 19 Sekunden stand Torjäger Stefan Oerterer allein vor Trifon Gioudas, der neun Wochen nach seinem Handbruch erstmals wieder das HSV-Tor hütete. Der machte diese klare Chance ebenso zunichte wie die folgenden von Oerterer (5., 6.) und Sebastian Westerhoff (11.). In der 14. Minute – kurz nach dem ersten vielversprechenden Angriff der Hammer über Daniel Schaffer und Jochen Höfler – war Gioudas machtlos: Oerterers platzierter Schuss schlug zum überfälligen 1:0 im Tor ein. Nur zwei Minuten später rutschte Florian Fricke nach einer scharfen Hereingabe am Ball und damit am 2:0 vorbei.

Danach raffte sich die HSV auf, kam im Mittelfeld etwas besser in die Zweikämpfe, doch nach vorn ging wenig. Die Gäste versuchten es fast nur durch die Mitte – und dort herrschten Erkenschwicks „Sechser“ Nils Eisen und Philipp Rosenkranz. Die beste Chance für Hamm vergab Höfler, dessen Schuss nach einem Eckball über die Latte zischte (19.). Bei den vom überragenden Sebastian Westerhoff angeführten Gastgebern wurde dagegen fast jeder Angriff zur Gefahr für das HSV-Tor. Nachdem der zum aufstrebenden TSV Marl-Hüls wechselnde Spielmacher zunächst als Vollstrecker gescheitert war (21.), bereitete er mit einem verunglückten Seitfallzieher das 2:0 durch Stephan Nachtigall vor (32.). Eine Stunde war noch zu spielen, doch die Partie praktisch entschieden.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Kopfballchance für Oerterer (47.). Weiter ging sie als gehobener Sommerkick. Die Gastgeber taten nicht viel mehr als nötig, um erschreckend harmlose Gäste unter Kontrolle zu halten. Erst in der Schlussphase nahm die Partie wieder an Fahrt auf. Nachtigall war es, der in der 71. Minute eine Hereingabe des omnipräsenten Westerhoff zum 3:0 in die Maschen drückte. Fünf Minuten später erhöhte Oerterer auf 4:0. Vorlage: Westerhoff. Die HSV kam durch den eingewechselten Ersin Kusakci noch zu einer Chance (78.) und zu einem Tor (79./nach guter Vorarbeit von Höfler). Mehr als Ergebniskosmetik war das nicht. - sst

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