Fußball

Lehrstunde unter dem Flutlicht: Hammer SpVg verliert Test gegen Westfalenligist

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Erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für Hamm: Nezzareno Cicarelli.

Nicht nur viele Tore, sondern auch viele Erkenntnisse brachte die jüngste Testspiel-Niederlage des Fußball-Oberligisten Hammer Spvg. 

Hamm – Zu Gast im Hammer Osten war gestern Abend das Tabellenschlusslicht der Westfalenliga YEG Hassel. „Man hat über weite Strecken den Klassenunterschied nicht wahrgenommen“, räumte Hamms Trainer René Lewejohann nach dem 4:5 (1:2) ein.

Schon in Hälfte eins überzeugten die Gelsenkirchener mit schnörkellösen Pässen, denen die pfeilschnellen Außenspieler um Bünyamin Celen resolut nacheilten. Klingeln sollte es dann aber nach einer Standardsituation, als Faruk Gülgün einen Freistoß zur Gästeführung direkt ins Tor streichelte (4.).

Spätestens jetzt war auch die Elf von Lewejohann wachgerüttelt, einer von ihnen ganz besonders: Neuzugang Nezzareno Ciccarelli wand sich am Sechzehnereck leichtfüßig um die eigene Achse und setzte die Kugel zum 1:1 ins Netz (10.).

„Vorne haben wir keine Probleme, ganz im Gegenteil. Da haben wir im Winter sogar noch einmal Qualität dazugewonnen“, lobte Lewejohann, ohne abzustreiten, dass an anderer Stelle der Schuh drückt. „Wir trainieren schon fleißig an unserer Defensive, aber die ist immer noch das Hauptproblem.“

Das zeigte sich auch wieder auf dem Kunstrasenplatz Jahn II. Zwar machte der Oberligist das Spiel und schlug immer wieder starke Diagonalbälle, allerdings scheiterten die Offensivspieler am letzten Pass – und schon lief Hassel zum Konter an. Einen Angriff über links veredelte Alihan Özcan per Direktabnahme zum 1:2 für die YEG (37.).

Nach der Pause sollte es noch dicker kommen. Immer wieder riss das Team von Ahmet Inal große Lücken in der Verteidigung der Gastgeber auf. Erst markierte Ahmet Tosun im Nachsetzen das 1:3 (47.), ehe sein Mitspieler Emre Can den Spielstand mit seinem Doppelpack weiter in die Höhe schraubte (56./68.). Eine Vorentscheidung war das allerdings noch nicht.

Auch weil Lewejohann reagierte und mit Ismail Icen, Sinan Özkara, Elwin Hadzic und Lyubomir Ivanchev vier frische Akteure in die Partie warf. Die beste Phase der Hammer war eingeläutet. Icen traf erst aus dem Halbfeld (78.) und wenig später dann nach der starken Vorlage von Cicarelli (82.) zum 3:5, womit er die Hoffnungen der SpVg wahrte, einer bitteren Testspielpleite zu entgehen.

Zu mehr als dem Strafstoßtreffer von Bilal Abdallah (90.) sollte es aber nicht mehr reichen. „Die Jungs müssen teilweise einen ganz anderen Anspruch haben, wenn sie in die erste Elf wollen“, bemängelte Lewejohann, der die Niederlage aber nicht zu hoch hängen wollte: „Es ist und bleibt ein Testspiel.“

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