Hammer SpVg unterliegt beim ASV Dortmund

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Manuel Lenz

Dortmund - Als Schiedsrichter Max Krämer die Begegnung der Fußball-Oberliga zwischen dem ASC 09 Dortmund und der Hammer SpVg längst abgepfiffen und damit die 0:2 (0:2)-Niederlage der Gäste besiegelt hatte, war im HSV-Lager nur noch den wenigen Fans aus dem HSV-Block zum Singen zumute.

Die Akteure machten sich möglichst schnell und mit versteinerten Mienen auf den Weg in die Kabine, wohl wissend, dass sie sich einen Spieltag vor dem Beginn der Winterpause dort befinden, wo sie sich vor Saisonbeginn wohl im Traum nicht gewähnt hätten: im tiefsten Abstiegskampf.

„Wir hatten ja mehr Spielanteile als Dortmund, haben es nach dem 0:1 sehr gut gemacht“, sagte HSV-Coach Ferhat Cerci enttäuscht. „Aber ich muss klar sagen, dass unser Problem in den mangelnden individuellen Fähigkeiten einiger Spieler liegt. Das ist definitiv zu wenig, um im Abstiegskampf zu bestehen.“ Sehr zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft war dagegen ASC-Trainer Daniel Rios, der nach der frühen Führung seiner Mannschaft den Knackpunkt der Partie in der Tatsache sah, dass „wir in der Phase der ersten Halbzeit, als Hamm im Spiel war, richtig gut verteidigt haben. Und natürlich war es schön, dass wir früh das erste Tor gemacht haben. Denn danach musste Hamm immer mehr riskieren.“

Die Partie hatte gerade erst begonnen, da lagen die HSVer einmal mehr zurück. Darüber, dass der Treffer durch Kevin Brümmer absolut vermeidbar gewesen wäre, gab es keine zwei Meinungen. Die Defensive befand sich noch in der Findungsphase, so dass ein verlorenes Kopfballduell von Michael Kaminski ausreichte, um den Torschützen frei zu spielen, der zudem noch unbehelligt einige Meter parallel zum Fünfmeterraum lief, ehe er an HSV-Keeper Manuel Lenz vorbei cool zur Führung abschloss. „Das Schlimmste ist, dass uns das ja letzte Woche auch schon passiert ist“, ärgerte sich Cerci maßlos. „Gegen Bielefeld waren es sieben Minuten, heute fünf, bis wir zurücklagen. Das geht nicht. Dabei habe ich vorher noch gesagt. wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein.“

So spielte die Führung den Hausherren in die Karten, die sich fortan auf das Konterspiel über ihre schnellen Offensivkräfte verließen – und darauf, dass die Gäste vor dem Tor nicht allzu durchschlagkräftig waren. Nach 19 Minuten war es Hugo Magouhi, der sich den Ball „erstocherte“, doch Jochen Höflers anschließender Abschluss landete in den Armen von ASC-Torwart Dominik Altfeld. Weitere Hammer Halbchancen folgten, ehe Dortmund mit seiner zweiten Möglichkeit bereits den Endstand herstellte. Nach einer langen Flanke von Außen brauchte Brümmer nur noch den Fuß hinzuhalten, und es hieß 2:0 (39.). „Da muss einfach der Außenverteidiger stehen, um den Ball zu entschärfen“, sagte Cerci, der anschließend gleich dreimal aufatmete, dass der ASC nicht noch vor der Pause den dritten Treffer erzielte, als Lenz zunächst gegen Michael Seifert (41.) und dann zweimal gegen Santiliano Braja (43., 44,) auf dem Posten war.

Mit Emre Demir für Jochen Höfler und der Umstellung von zwei Spitzen auf eine versuchte Cerci nach dem Wechsel das Aufbauspiel zu stärken. Das gelang zwar überwiegend, doch die größte Chance kam auf der anderen Seite zustande, wo sich Lenz erneut gegen den allein vor ihm auftauchenden Braja (60.) auszeichnete. Für die HSV wurden Magouhi zwei gute Möglichkeiten abgepfiffen (63., 74.), und Demir scheiterte an Altfeld (75.).

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