Test gegen Regionalligisten

HSV eine Stunde auf Augenhöhe mit dem TuS Haltern

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Neues Gesicht: Gastspieler Kelvin Igwani (links) traf für die HSV zum 2:3-Endstand gegen Haltern.

Die Hammer SpVg unterzieht sich bewusst einem Härtetest nach dem anderen, um sich bestmöglich auf die anstehende Oberliga-Saison vorzubereiten. Besonders einer war mit dem Auftritt gegen den Regionalliga-Aufsteiger TuS Haltern zufrieden.

Walstedde – Im zweiten Freundschaftsspiel der Saisonvorbereitung kassierte Fußball-Oberligist Hammer SpVg zwar eine knappe 2:3 (0:0)-Niederlage gegen den TuS Haltern, präsentierte sich aber eine Stunde lang als ebenbürtiger Gegner und verlangte dem Regionalliga-Aufsteiger auf dem Sportplatz „Böcken“ in Walstedde alles ab. 

„Ich bin rundum mit dem Test zufrieden. Die erste Halbzeit war richtig gut von uns, obwohl Haltern viel weiter in der Vorbereitung ist und bei ihnen schon in zwei Wochen die Saison anfängt“, lobte HSV-Trainer René Lewejohann sein Team. „Die Jungs hatten eine schwere Belastung in der Trainingswoche und sind hier mit müden Beinen aufgelaufen. Dafür haben wir lange blitzsauber in der Abwehr gestanden.“ 

HSV lässt Doppelchance liegen

Die Spielvereinigung, die mit Artun Balja, Yoto Aoki und Kelvin Igwani drei Testspieler in ihren Reihen hatte, lief den TuS früh an und stellte vor allem die Räume im Zentrum gut zu. Doch auch Haltern am See wusste, den Aufbau der Rot-Weißen effektiv zu stören, so dass das Geschehen in der Anfangsviertelstunde ausschließlich zwischen beiden Strafräumen stattfand. 

Danach verzog Dennis Klossek von der Strafraumkante (17.), und kurz darauf scheiterte Niklas Sewing mit einem Freistoß an TuS-Keeper Rafael Hester (21.). Die Gäste tauchten in Durchgang eins nur einmal gefährlich vor dem HSV-Kasten auf, als Ivan Mandusic aus kurzer Distanz gegen Robin Schultze parieren musste (29.). 

Lewejohann bemängelt fehlenden Mut zum Risiko

„Dennis Klossek kann das Ding vom Sechzehner wegmachen und ansonsten hatten wir noch zwei oder drei Situationen, die wir besser ausspielen müssen“, bemängelte Lewejohann. „Nach vorne hätte ich mir etwas mehr Mut und Risiko gewünscht.“ 

Die HSV erwischte nach dem Wiederanpfiff einen Traumstart. Mergim Deljiu schaltete nach einem Fehler der Halterner am schnellsten und schoss aus halbrechter Position zum 1:0 ein (46.). Nachdem sich der TuS vom Schock des Rückstandes erholt hatte, erhöhte der Regionalligist den Druck und schnürte die Spielvereinigung phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Zwar kommunizierten die HSV-Spieler sehr viel auf dem Platz und unterstützten sich gegenseitig dabei, die Ordnung beizubehalten, doch nach Großchancen von Noah Samuel Korczowski (53.) und Robin Schultze (55.) lag der Ausgleich in der Luft. 

Zwei individuelle Fehler kosten der HSV die Führung

Dieser war in der 66. Minute fällig, als HSV-Schlussmann Frederic Westergerling einen satten Schuss von Stefan Oerterer noch parierte, aber Deniz Fahri Batman zum 1:1 abstaubte. Nach einem Steilpass traf Arda Nebi mit einem sehenswerten Lupfer zum 1:2 (69.) und nach einem Fehler in der HSV-Defensive war es wiederum Nebi, der mit dem 1:3 für die Entscheidung sorgte (73.). 

„Zwei individuelle Fehler machen die ersten 60 Minuten kaputt. Aber nach den vielen Wechseln und Positionsumstellungen muss man einer so jungen Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 20 bis 21 Jahren auch mal einen Einbruch zugestehen“, sagte Lewejohann. Die Moral bei der Hammer SpVg stimmte jedenfalls, denn in der Schlussminute verkürzte Kelvin Igwani nach einem schönen Spielzug auf 2:3.

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