Beim ersten Auswärtsspiel

HSV muss in Rheine auf zwei Mittelfeld-Akteure verzichten

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Damian Lubak (vorne rechts) scheiterte beim torlosen Remis gegen Rheine im März noch am Innenpfosten.

Die anfängliche Nervosität hatten die Spieler der Hammer SpVg am vergangenen Wochenende nach und nach abgelegt. Optimal lief es nicht gegen Münster, gute Ansätze waren dennoch erkennbar. An diesen soll am Sonntag in Rheine angeknüpft werden - zusammen mit zwei zielführenden Eigenschaften.

Hamm – Den Fehlstart in die neue Oberliga-Saison hatten die Fußballer der Hammer SpVg dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gegen die Reserve von Preußen Münster noch abgewendet. 

Dass auf die Truppe von René Lewejohann am Sonntag bei Eintracht Rheine (15 Uhr, Bentlager Weg) ein völlig anderes Spiel wartet, weiß der HSV-Trainer aus der abgelaufenen Spielzeit. In der Rückrunde kam die HSV vor heimischem Publikum trotz zahlreicher Chancen nicht über ein 0:0 hinaus. Gegen eine Mannschaft aus dem Münsterland, die ihr Hauptaugenmerk auf die tief stehende Defensive legte. 

Mit Geduld und Konsequenz zum Erfolg

Ein ähnliches Szenario erwartet Lewejohann auch am Sonntag, wenngleich mit Abstrichen. „So viele Gelegenheiten wie noch im März, werden wir nicht bekommen“, geht der Coach von einer zähen Angelegenheit auf fremdem Geläuf aus, weshalb er seinen Jungs zwei zielführende Eigenschaften mit auf den Weg gibt: Geduld und Konsequenz. 

„Wir müssen die Ruhe bewahren und auf die Lücke warten. Wenn sich diese ergibt, dann gilt es, die auch eiskalt auszunutzen“, lautet der Offensiv-Matchplan des Coaches. Die gegnerische Defensive gehörig unter Druck zu setzen ist die eine, selber hinten sicher zu stehen, wenn sich der letztjährige Tabellen-15. befreit und einen gefährlichen Konter fährt, ist die andere Sache. 

Rheines Topscorer steht im Fokus der HSV-Defensive

Dass Timo Scherping der tonangebende Mann in Rheines Offensive ist, ist in der Liga kein Geheimnis mehr. Sich jedoch nur auf den Topscorer der vergangenen Saison zu fokussieren, der mit 20 Treffern in 33 Begegnungen beinahe im Alleingang seine Mannschaft zum Klassenerhalt schoss, wäre für Lewejohann „naiv“, wie er behauptet. 

„Klar ist: Hast du Timo Scherping unter Kontrolle, zerstörst du die Offensive von Rheine“, lautet die Gleichung des Trainers, der jedoch schnell mahnend anfügt: „Um Scherping herum sind noch andere, die Tore erzielen können.“ 

Spielt Nervosität in Rheine erneut eine Rolle?

Nichtsdestotrotz soll der Fokus auf das eigene Spiel gesetzt werden. Und das legte am vergangenen Wochenende gegen Münster Ansätze frei, die Lewejohann nicht gefallen hatten – besonders im ersten Durchgang, in dem die HSV mit 0:2 in Rückstand geraten war. Zwar waren die Anlagen „ganz ordentlich“, wie er befand, jedoch herrscht besonders in der Raumaufteilung noch reichlich Luft nach oben. 

„Wir standen viel zu tief, das ist nicht unser Anspruch“, bezieht Lewejohann klar Stellung, der besonders den mentalen Aspekt hervor hebt. „Die Jungs haben am Sonntag teilweise ihre erste Oberliga-Partie gemacht. Da ist es doch normal, dass die Nervosität eine Rolle spielt.“ 

Aoki und You warten weiterhin auf die Spielerlaubnis

Abgelegt wurde eben jene zunehmend nach dem Seitenwechsel. Aus einem 0:2 wurde ein 2:2, weil die HSV mehr und mehr die Kontrolle übernahm. „Daran wollen wir am Wochenende anknüpfen. Die Räume zustellen, Balleroberungen erzwingen und schnell in die Tiefe auf Loheider spielen“, sagt Lewejohann, der auf die selben Akteure zurückgreifen kann, die zuletzt einen Punkt holten. „Alle haben richtig Bock und sind geil auf das Spiel. Die Stimmung in der Mannschaft ist top.“ 

Zu der gehören auch die Neuzugänge Yuto Aoki und Seongsun You. Wann die beiden variabel einsetzbaren Mittelfeldakteure jedoch in den Pflichtspielbetrieb eingreifen dürfen, ist weiterhin unklar. Es droht eine lange Hängepartie. Während die Spielberechtigung von Aoki über die Fifa erfolgt, wartet You weiterhin auf die Zustimmung der Auslandsbehörde und die damit verbundene Ausstellung einer Arbeitserlaubnis. „Es liegt also nicht an den Spielern, die würden am liebsten sofort loslegen“, so Lewejohann.

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