Hozjak vermisst die Spielkontrolle: HSV siegt schmeichelhaft in Münster

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Damir Ivancicevic (Mitte) und die Hammer SpVg siegten knapp in Münster.

Münster - Zwei Wochen vor dem Start in die Rückrunde hat die Hammer SpVg deutlich Steigerungsbedarf. Gegen Preußen Münster II gerät der Oberligist in Rückstand, siegt aber noch spät und in Überzahl.

Laut Vorbereitungsplan hätte Fußball-Oberligist Hammer SpVg am Sonntag bei der zweiten Mannschaft des SC Preußen Münster den fünften Test vor dem Rückrundenauftakt bestreiten sollen. Tatsächlich war diese Partie jedoch erst die zweite, die das Team von Trainer Sven Hozjak über volle 90 Minuten bestritt. Dementsprechend war beim schmeichelhaften 3:2 (1:0)-Sieg gegen den Westfalenligisten zu erkennen, dass noch eine Menge Arbeit vor dem Aufstiegsaspiranten liegt.

„Man merkt den Jungs deutlich an, dass es erst das zweite Spiel nach der Winterpause war“, sagte Hozjak. „Wir müssen die Zeit, die uns bis zum Start bleibt, gut nutzen.“ Dabei sollen Begegnungen unter der Woche helfen, die HSV sucht aktuell noch nach Gegnern und Austragungsorten.

Drei Neuzugänge in der Startelf

Beide Faktoren passten am Sonntag: Der Kunstrasen im Schatten des Preußenstadions war bis auf wenige Meter an der Außenbahn gut bespielbar und der Kontrahent verlangte dem Oberliga-Zweiten alles ab. „Ich teste gerne gegen Preußen. Die geben Gas und sind maximal unangenehm“, erklärte der HSV-Trainer. „Wir haben das Spiel nicht bestimmen können, obwohl wir uns das vorgenommen hatten.“

Die Gastgeber agierten mit Dreier-Abwehrkette sowie zwei defensiven Außen und entzogen sich so den Pressingversuchen der Hammer, die mit Torwart Christoph Hunnewinkel, Rechtsverteidiger Marius Kröner und Angreifer Semih Daglar drei Neue von Beginn an aufboten. Letzterer eröffnete die Partie mit einem Schuss aus 18 Metern, der knapp rechts vorbei ging (11.).

Kaltstart nach der Halbzeitpause

Auf der Gegenseite zeichnete sich der am Fuß nicht immer sattelfeste Hunnewinkel mit Paraden gegen Samy Benmbarek und Luca Steinfeldt (20.) aus. Kurz nachdem Daglar den Ball aus 20 Metern an die Querlatte gesetzt hatte, legte der Neuzugang für Dalibor Gataric auf, der mit einem feinen Heber traf (40.).

„Nach der Pause waren wir nicht voll da“, befand Hozjak. Das äußerte sich in einem Doppelschlag der Preußen: Daniel Mladenovic nutzte einen Fehlpass von Hunnewinkel aus (48.), Lasse Saerbeck traf per Kopf nach einer Ecke (51.). Münster blieb lange Zeit klar spielbestimmend, die HSV reagierte mehr als dass sie auf den Ausgleich drängte. In einigen überhart geführten Zweikämpfen, unter anderem von Kröner, kam der einsetzende Frust zu Tage.

Joker wird zum Doppelpacker

Der nach einer guten Stunde eingewechselte Yasin Acar behielt jedoch einen klaren Kopf und zeigte eindrucksvoll seine Abschlussqualitäten. Nach Zuspiel von Dennis Mooy traf er zunächst zum 2:2 (79.), bevor er einen zu kurz abgewehrten Freistoß volley ins linke Eck schoss (81.). Der SCP hatte da verletzungsbedingt nur noch zehn Spieler auf dem Platz.

Am Samstag noch präsentierte sich die HSV deutlich überzeugender. Gegen den SSV Jeddeloh, Tabellenführer der Oberliga Niedersachsen, führte Hozjaks Team nach 35 Minuten durch zwei Treffer von Daglar und einen von David Loheider mit 3:0, als der Schiedsrichter die Partie aufgrund zunehmender Vereisung des Platzes abbrach.

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