Hammer SpVg bangt vor Gütersloh-Spiel um Höfler

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Jochen Höfler

HAMM -  Es herrschte Erleichterung in den Reihen der Hammer SpVg, als nach der Partie bei Westfalia Herne der Schlusspfiff den ersten Dreier für die Mannschaft seit dem 23. Februar perfekt machte. Mit 2:1 hatte das Team damals die TSG Sprockhövel bezwungen – beim 3:1 in Herne musste der Hammer Oberligist sogar 60 Minuten in Unterzahl um den Sieg kämpfen. Am Sonntag gegen den FC Gütersloh (15 Uhr/Evora Arena) würde Goran Barjaktarevic nun gerne den zweiten Erfolg seiner Mannschaft in Folge bejubeln.

„Das ist ein Nachbarduell für uns“, sagt der HSV-Trainer. „Im Hinspiel haben wir dort mit viel Einsatz und Kampf gewonnen – aber jetzt ist das ein neues Spiel.“ Dass der 1:0-Erfolg im Gütersloher Heidewald neben einer guten taktischen Vorstellung auch einer gehörigen Portion Glück zu verdanken waren, empfand zumindest FCG-Coach Holger Wortmann. „Die schreien Auswärtsieg, und keiner weiß warum“, ärgerte sich der in Hamm wohnende frühere HSV-Trainer damals. Klar, dass die Gäste im Rückspiel auf Revanche brennen.

Dass sich der sportliche Wert der Partie dagegen vier Spiele vor Saisonende in Grenzen hält, dürfte auf beiden Seiten herrschende Meinung sein. „Alle Optionen, wo es noch um etwas geht, sind für uns vorbei“, stellt Barjaktarevic fest. „Darum ist es jetzt mein Ziel, dass wir die 40 Punkte noch erreichen – was da für ein Tabellenplatz bei herausspringt, ist weniger wichtig.“

Der FC Gütersloh hat als Tabellenneunter mit 41 Zählern diese Marke bereits überschritten, während die HSV sechs Punkte dahinter auf Rang 13 im unteren Mittelfeld rangiert. Im Abstiegs- oder Aufstiegskampf sind demnach für beide Mannschaften nur noch Zuschauerrollen vorgesehen, so dass die Fans eigentlich einen lockeren Schlagabtausch erwarten können.

Allerdings wird Barjaktarevic an seiner Startformation noch ein wenig basteln müssen, denn zumindest eine Position muss er im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Herne verändern. Michal Kaminski wurde nach seiner Roten Karte für vier Wochen oder maximal vier Pflichtspiele gesperrt. Das bedeutet, dass der Defensivmann erst am letzten Spieltag wieder eingesetzt werden darf. „Für ihn haben wir die Option, Luc Ndjock zu bringen oder Michael Oscislawski nach hinten zu ziehen“, sagt Barjaktarevic. „Außerdem werden wir Pascal Harder zurückholen, der nach einer Schulterverletzung zuletzt ja in der zweiten Mannschaft gespielt hat.“

Auch der Einsatz von Jochen Höfler ist noch nicht sicher. Der Stürmer, der in Herne zwei Treffer zum HSV-Erfolg beisteuerte, klagte nach der Partie über muskuläre Probleme. „Er ist die ganze Woche über nur gelaufen, hat Physiobehandlungen bekommen“, sagt sein Trainer. „Am Samstag werden wir dann testen, ob er spielen kann. Und wenn er keine Schmerzen hat, wird er dabei sein.“ Torhüter Christoph Hunnewinkel hat sich im Training eine Sprunggelenkverletzung zugezogen. Ob er im Kader sein wird, ist fraglich. „Wir müssen einfach nur versuchen, unsere konzentrierte Leistung aus den letzten zwei, drei Spielen abzurufen“, sagt der Trainer. -  güna

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