Hammer SpVg bangt um Einsatz von Jochen Höfler

+
Jochen Höfler

HAMM - Im letzten Heimspiel des Jahres trifft Fußball-Oberligist Hammer SpVg am Sonntag um 14.30 Uhr in der Evora Arena auf den FC Gütersloh. Dabei hat HSV-Trainer Goran Barjaktarevic nur ein Ziel fest im Visier: „Wir wollen uns von unserem Publikum mit einem Heimsieg verabschieden. Egal wie!“

Bei diesem Unterfangen ist für den Coach der Rot-Weißen in erster Linie die entsprechende Einstellung seiner Mannschaft wichtig. „In unserer derzeitigen Situation wollen wir keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern müssen über den Kampf zu den Punkten kommen“, beteuert der gebürtige Bosnier.

Dass es gegen die Ostwestfalen keineswegs leicht werden wird, weiß Barjaktarevic. Die Gütersloher tankten in den vergangenen Wochen sehr viel Selbstvertrauen. Nachdem sich Coach Holger Wortmann vor zweieinhalb Monaten aus Gütersloh zum Klassenkonkurrenten in Richtung Herne verabschiedet hatte, hat Nachfolger Heiko Bonan die Ostwestfalen zurück in die Erfolgsspur geführt. Die ersten beiden Spiele unter dem neuen Coach hat der FC zwar verloren, doch anschließend gab es gleich sechs Siege in Folge, die letzten drei sogar ohne Gegentor. „Wenn man einen guten Lauf hat, denn spielt es sich natürlich umso leichter“, meint Barjaktarevic, der die Entwicklung des Kontrahenten genau beobachtet.

Die letzte Niederlage musste der FCG am 12. Oktober mit 1:3 bei Rot Weiss Ahlen hinnehmen. Damals lag Gütersloh mit nur drei Punkten noch auf dem 17. Tabellenplatz, die HSV war mit elf Punkten Elfter. Inzwischen hat sich der frühere Zweitligist mit 21 Zählern auf Platz acht – vorbei an den Rot-Weißen – hochgearbeitet.

Eine Platzierung, die auch Barjaktarevic keineswegs aus den Augen verloren hat. „Auswärts lief es für uns zuletzt nicht so schlecht“, meint der Coach, wenn auch das 2:2 bei Schlusslicht Herne absolut unnötig war. Jetzt hofft er darauf, dass die Mannschaft endlich auch einmal vor eigenem Publikum die letzte Chance in diesem Jahr nutzt, im achten Versuch zumindest den zweiten Heimsieg einzufahren.

Doch die Personalprobleme reißen im Hammer Osten nicht ab. Jetzt bangt der Hammer Trainer erneut um den Einsatz von Torjäger Jochen Höfler, der in Herne nach einem Schlag auf das Sprunggelenk ausgewechselt werden musste. „Jochen kann kaum auftreten, er hat die ganze Woche nicht trainiert“, bestätigt Barjaktarevic. Derzeit ist der Einsatz des Stürmers mehr als fraglich. Und ein Ausfall des Routiniers würde die Rot-Weißen natürlich empfindlich treffen, zumal Sven Preissing nach seinem Muskelfaserriss weiter ausfällt und Serafettin Sarisoy nach der fünften Gelben Karte gesperrt ist. Zwar sind Michael Kaminski und Kevin Kisyna schon in Herne in der Schlussphase eingewechselt worden, doch sind sie nach der langen Pause von der Bestform noch weit entfernt. Gleiches gilt für Neuzugang Miguel Dotor-Ledo, der erst seit zwei Wochen regelmäßig mit der Mannschaft trainieren kann. „Miguel braucht noch ein bisschen Zeit“, betont Barjaktarevic.

Dennoch ist es durchaus möglich, dass der gelernte Rechtsverteidiger am Sonntag sein Debüt im HSV-Trikot feiern wird. „Sicherlich nicht über 90 Minuten“, meint Barjaktarevic, der dem Deutsch-Spanier aber zumindest einen Kurzeinsatz in Aussicht stellt. - P. Sch.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare