Westfalia Rhynern im Westfalenpokal souverän

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Thorben Menne (links) und Ersin Kusakci (rechts) gratulieren dem Doppel-Torschützen Philipp Hanke.

LÜNEN -  Nein, allzu viel Aussagekraft hatte der souveräne Erfolg für Björn Mehnert nicht. „Am nächsten Wochenende“, sagte der Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern mit Blick auf den Punktspiel-Auftakt gegen SuS Stadtlohn, „wartet ein anderes Kaliber auf uns.“

Dennoch: Das 3:0 (3:0) in der ersten Westfalenpokal-Runde beim zwei Klassen tieferen BV Brambauer war der zweite erfolgreiche Pflicht-Auftritt der Rhyneraner in dieser Saison ohne Gegentreffer nach dem Sieg mit dem gleichen Ergebnis im Kreispokal bei der SV Holzwickede.

Weshalb Mehnert, dessen Team nun in der zweiten Runde auf Regionalligist SF Lotte (am Dienstag zu Gast bei der TSG Harsewinkel) treffen könnte, konstatierte: „Ich denke, dass wir gut vorbereitet sind.“

Der Coach hatte seine Startelf auf einigen Positionen verändert. Nicht etwa, um letzte Tests vorzunehmen, sondern weil die Stadtlohner „spionierten“. Daher, so Mehnert, „wollten wir uns nicht komplett in die Karten schauen lassen“. Die SuS-Beaobachter und die rund 200 Zuschauer in der Glückauf-Arena sahen, dass die Gäste auf dem Kunstrasen leichte Anlaufschwierigkeiten hatten gegen den engagiert beginnenden, vornehmlich auf eine stabile Defensive bedachten Westfalenliga-Absteiger. „Die Jungs haben sich erst schwer getan, Lösungen zu kreieren“, sagte Rhynerns Trainer. Ein langer Ball auf Ersin Kusakci wurde zum „Türöffner“ (Mehnert). Zwar spitzelte der freistehende Offensivmann der Westfalia den Ball über Brambauers herauseilenden Schlussmann Robert Botta, doch wurde er anschließend von diesem gelegt. Schiedsrichter Christoph Hanck zeigte zum Unmut der Gastgeber zurecht auf den Elfmeterpunkt, Dustin Wurst verwandelte den Strafstoß sicher (20.).

Fortan kontrollierte der Oberligist das Geschehen – und erwies sich vor dem gegnerischen Kasten bis zum Wechsel als äußerst effektiv. Zwei von drei weiteren Chancen vor der Pause nutzte die Westfalia. Während Tim Neumann mit einem Kopfball-Aufsetzer an Botta scheiterte, war der abermals sehr agile Philipp Hanke gegen seinen ehemaligen Klub gleich doppelt erfolgreich. Zunächst musste er nach Vorarbeit Matteo Ficheras, der sich den Ball 20 Meter vor dem Tor erkämpft und flach in die Mitte gepasst hatte, nur den Fuß hinhalten (32.). Dann stand er nach Kusakci-Flanke frei und sorgte aus acht Metern per Flachschuss für das 0:3 (36.). „Natürlich ist es schön, gegen den alten Verein zu spielen und dann auch noch zwei Tore zu machen“, freute sich Hanke, der im Sommer nach drei Jahren beim BV an den Papenloh gewechselt war.

Zwar drosselte die Westfalia nach dem Wechsel das Tempo ein wenig, blieb aber weiter klar tonangebend – zumal Brambauer die Mittel fehlten, um zurückzuschlagen. Einzig die Effektivität war der Westfalia abhanden gekommen. Doch Christoph Debowiak (62.), Fichera (66.), Kusakci (69.), sowie Michael Wiese (72., 84.) zielten zu ungenau, kamen einen Schritt zu spät, scheiterten an Botta oder hatten schlichtweg Pech. „Aber wir sind der Favoritenrolle klar gerecht geworden“, sagte Fichera. „Vielleicht haben wir noch zwei Tore zu wenig gemacht“, so Mehnert. „Aber ich bin zufrieden. Die Jungs haben sich gut bewegt.“ - fh

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