Zuversicht im Abstiegskampf

HSV-Kapitän Marius Kröner bleibt zuversichtlich

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Sorgt für viel Optimismus im Abstiegskampf: HSV-Kapitän Marius Kröner

„Eines ist sicher, wir werden weitermachen“, lautete René Lewejohanns Fazit nach dem Ausscheiden aus dem Kreispokal. Eine Kampfansage, die am Sonntag im letzten Heimspiel der Saison gegen den Holzwickeder SC (15 Uhr, 24-nexx-Arena) überlebensnotwendigen Charakter einnimmt.

Hamm – Die Derby-Niederlage gegen den SV Westfalia Rhynern am Mittwoch dürfte zwar aus sportlicher Sicht für die Akteure der Hammer SpVg weh getan haben. Vielmehr jedoch fallen die Platzverweise gegen Ralf Schneider und Marius Kröner ins Gewicht. 

Ausgerechnet in der alles entscheidenden Phase der Saison und vor dem ersten von zwei Finalspielen muss Lewejohann seine Elf kräftig umbauen – und einen Ersatz für seinen Kapitän Kröner gegen Holzwickede finden. 

Marius Kröner fängt sich Sperre im Derby ein

„Das war das Erste, woran ich nach dieser Situation gedacht habe: dass ich meiner Mannschaft am Sonntag nicht helfen kann“, erinnert sich Kröner zurück an die Szene am Mittwoch, als er vom Unparteiischen Frank Perschke wegen wiederholten Foulspiels per Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde und sich damit eine Sperre einfing. 

Die erhitzten Gemüter im Hammer Osten haben sich wenige Tage später abgekühlt, viel Gesprächsbedarf darüber herrschte im Team nicht mehr. „Wir haben am Donnerstag normal trainiert und werden das Samstag auch tun. Das Thema ist abgehakt“, versichert der HSV-Kapitän, wenngleich noch etwas Wehmut über den verpassten Final-Einzug mitschwingt: „Natürlich wären wir gerne gegen Rhynern eine Runde weiter gekommen.“ 

Deutliche Kritik an den Unparteiischen Perschke

Vor allem die Art und Weise der Niederlage in Unterzahl empfand Kröner als ungerecht: „Es waren keine Foulspiele, bei denen man zwingend die Gelbe Karte zeigen muss“, empfand er und fügt an: „Es war insgesamt weder ein wildes, noch ein hart geführtes Derby. Das sagt, denke ich, alles über die Spielleitung“, äußert Kröner deutliche Kritik an Perschke, der ihn und Teamkollegen Schneider am Sonntag zum Zusehen zwingt. 

„Das wird für mich persönlich sehr schwierig werden“, blickt der 29-Jährige voraus. Seinen Optimismus hat er ob der aktuellen Lage nicht verloren: Drei-Punkte-Abzug aufgrund des Falls Damir Kurtovic und zwei bevorstehende Finals im Kampf um den Klassenerhalt. „Uns als Mannschaft ist bewusst, dass wir dazu verdammt sind, die beiden anstehenden Partien zu gewinnen“, weiß Kröner. Dabei spielt das Urteil keine Rolle mehr: „Das Thema haben wir untereinander geklärt. Seitdem konzentrieren wir uns rein aufs Sportliche. Wir als Spieler können daran eh nichts mehr ändern. Wir müssen unsere Leistung auf den Platz bringen“. 

Die sportlichen Resultate stimmen bei der HSV

Geschafft hat die HSV eben dies zuletzt in der Liga. Zwei aufeinanderfolgende Siege, zumindest vor der Urteilsverkündung, gegen Schermbeck und Siegen stehen zu Buche. „Und genau daran wollen wir anknüpfen“, so der Kapitän, der einen „offensivstarken“ Gegner aus Holzwickede erwartet: „Er hat einige gute Kicker dabei. Holzwickede hat nicht umsonst gegen Schalke ein 2:2-Remis geholt“.

Die HSV ist gewarnt, will aber dennoch ihre Tugenden auf das Feld bringen: „Hinten gut und geordnet stehen und vorne mit viel Durchschlagskraft agieren. Darauf wird es ankommen“, so Kröner. Seinen gewohnten Platz in der Innenverteidigung wird ein anderer für ihn übernehmen. Beunruhigt? Wohl kaum. 

Kröner mit viel Optimismus vor dem anstehenden Spiel

„Ich bin davon überzeugt, dass wir eine schlagkräftige Truppe an den Start bringen und vor heimischer Kulisse die Zähler daheim behalten werden. Ich vertraue den Jungs“, gibt sich der Defensivmann selbstbewusst. Eine Niederlage könnte den sicheren Abstieg bedeuten – und den zum Saisonende wechselnden Kröner vor einen traurigen Abschied stellen. „Wir wollen am Sonntag erfolgreich sein und uns das Endspiel in Gütersloh am letzten Spieltag sichern“, so der Kapitän.

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