Wirrwarr bei der HSV: Cerci Trainer statt Odonkor

+
Ferhat Cerci will als Interimstrainer vor allem an der körperlichen Fitness der Mannschaft arbeiten.

Hamm - Zumindest eine Entscheidung steht seit Sonntag fest: Oliver Gottwald war einen Tag nach dem 0:0 gegen den SV Zweckel mit sofortiger Wirkung als Trainer des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg entlassen worden. Doch wer – zumindest interimsweise – sein Nachfolger wird, sorgte für einige Verwirrungen und zeigt, dass rund um die Evora Arena derzeit einiges durcheinander läuft.

„Bis auf weiteres wird der Sportliche Leiter David Odonkor das Training der Oberliga-Mannschaft leiten“, hatte es in der offiziellen Pressemitteilung geheißen, die am Sonntagabend um 23.22 Uhr die WA-Sportredaktion auf elektronischem Weg erreichte und die auf der Webseite des Vereins veröffentlicht wurde. Und auch die Fachagentur Sport-Informations-Dienst (SID) aus Köln vermeldete am Morgen deutschlandweit, dass der frühere Nationalspieler als Interimstrainer bei der HSV einsteigen wird, ehe die Agentur mit Verweis auf die WA-Berichterstattung die Meldung um 14.51 Uhr dementierte und schrieb: „Der ehemalige Fußball-Nationalspieler David Odonkor ist nur für eine Nacht und virtuell neuer Interimstrainer beim westfälischen Oberligisten Hammer SpVg gewesen“.

Lesen Sie zu diesem Thema auch: Hammer SpVg trennt sich von Trainer Oliver Gottwald

Am Montagmittag war der Plan nämlich schon wieder über den Haufen geworden. Denn auf Nachfrage bestätigte Odonkor, dass er weiter ausschließlich die Aufgabe des Sportlichen Leiters erfüllen wird und dass als Übergangslösung Ferhat Cerci, der Coach der Landesliga-Reserve, das Training des Oberliga-Teams übernehmen wird. „Im Laufe der ungezählten Telefonate, die geführt wurden, ist das umentschieden worden. Die Entwicklung hatte so eine Dynamik bekommen, war so schnell geworden, und diesem Umstand ist die Änderung jetzt geschuldet“, erklärte HSV-Pressesprecher Uli Gruszka. Odonkor soll sowohl Cerci als auch Sebastian Brzezon, der nun alleine die Reserve betreuen wird, unterstützend zur Verfügung stehen. „Dadurch haben wir die nötige Ruhe, um zu gucken, wie es weitergeht und wer neuer Trainer wird“, so Gruszka.

Cerci betonte derweil, dass er gerne als Übergangslösung einspringt. „Wenn ich gebraucht werde, bin ich da“, sagte der 34-Jährige, der derzeit einen Trainerlehrgang absolviert. „Ich möchte der Mannschaft helfen und bin bereit dazu.“ Bereits im März war ihm dies überaus gut gelungen. Nach der Entlassung von Goran Barjaktarevic hatte er für eine Partie die sportlichen Geschicke des Teams übernommen und mit der HSV einen überraschenden 1:0-Sieg beim späteren Regionalliga-Aufsteiger TuS Erndtebrück gelandet. „Das wäre natürlich klasse, wenn wir am Sonntag im Spiel gegen Eintracht Rheine daran anknüpfen könnten, wo ich am 1. März aufgehört habe“, sagt Cerci.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare