Westfalia Rhynern verliert beim Kellerkind SuS Stadtlohn

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Tim Neumann

Stadtlohn - Als der letzte Kopfball von Lennard Kleine in der Oberliga-Begegnung zwischen dem SuS Stadtlohn und Westfalia Rhynern in den Armen von SuS-Torhüter Christoph Fork landete, war die zweite Niederlage der Gäste nach der Winterpause endgültig besiegelt. Kurz danach beendete Schiedsrichter Bernd Westbeld die Partie und machte den 3:1 (1:0)-Erfolg des abstiegsbedrohten Gastgebers amtlich.

Ein Ergebnis, das für Björn Mehnert nur die logische Konsequenz der Vorstellung seiner Mannschaft war. „Stadtlohn hat mehr investiert und eine tolle Mentalität an den Tag gelegt“, sagte Rhynerns Trainer. „Ich habe die Jungs drauf vorbereitet, dass wir hier nicht nur mit fußballerischen Mitteln gegenhalten können, sondern genauso den Kampf annehmen müssen. Das hat mir in der ersten Halbzeit gefehlt.“ Sein Glück kaum fassen konnte dagegen Stadtlohns Coach Daniel Sekic, der anmerkte, dass „uns ein Dreier gegen ein Spitzenteam gefehlt hat. Heute haben wir es erzwungen. Und wenn wir es besser spielen, hätten wir im letzten Drittel deutlich mehr Ruhe haben können.“

Mehnert hatte sein Team auf drei Positionen verändert und Tim Neumann, Kapitän Dustin Wurst sowie Gerrit Kaiser für den gesperrten David Schmidt, Jan Kleine und Jannick Kastner beginnen lassen. An den Wechseln lag es allerdings nicht, dass sich von Beginn an eine Partie entwickelte, in der beide Teams zwar viel Tempo aufnahmen, sich aber auch viele Ungenauigkeiten im Aufbau leisteten.

Für den ersten Aufreger sorgte Rhynerns Lucas Arenz, der aus aussichtsreicher Position den ersten Torschuss des Tages abgab, sein Ziel aber weit verfehlte (5.). Auf der anderen Seite sorgte Stürmer Christian Erwig für den Stadtlohner Weckruf. Sonst passierte vor den Toren nur wenig. Um so überraschender fiel der SuS-Führungstreffer, nachdem sich Mittelfeldspieler Kai Ernig ein Herz fasste und aus gut 25 Metern flach ins Eck traf (17.).

In der Folge wurde die Partie noch zerfahrener, auch wenn Christoph Debowiak nach einer sehenswerten Kombination über Salvatore Gambino und Lennard Kleine fast der Ausgleich gelungen wäre (35.). „Die erste Halbzeit hat mir gar nicht gefallen“, sagte Mehnert, der mächtig angefressen in die Kabine marschierte. „Da waren zu viele Fehler im Aufbau, die Abstände haben nicht gestimmt. Erst in der zweiten Halbzeit war zu sehen, dass wir fit sind, als wir Stadtlohn in die eigene Hälfte gedrängt haben. Dann kassieren wir aber wieder durch einen taktischen Fehler das 0:2.“ Gleich zweimal hätte die Westfalia nach 48 Minuten in Führung gehen können, doch Kastners Schuss wurde zur Ecke abgeblockt, und der anschließende Kopfball von Neumann strich knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite ließen die Gäste Torjäger Christian Erwig sträflich frei – 2:0 (54.).

„Danach haben wir nicht aufgesteckt, zwei, drei große Kopfballchancen erspielt“, sagt Mehnert. „Das Tor fiel dann vielleicht zu spät, hätten wir es eher gemacht, hätten wir hier etwas mitnehmen können.“ Nach dem erneuten Kopfball von Neumann (56.) ergaben sich aber vor allem Kontermöglichkeiten für die Gastgeber durch Erwig (58.), Ernig (59.), Ersoy (62.) und Schücker (65.), bei denen sich Rhynerns Alexander Hahnemann im Tor glänzend auf dem Posten zeigte. Fork machte es ihm auf der anderen Seite gegen den eingewechselten Thanh-Tan Tran nach (67.). Als dann Kastner per Direktabnahme zum 2:1-Anschluss traf (83.), lief den Gästen die Zeit davon. Neumann hatte den Ausgleich noch einmal mit einem Schuss aus der Drehung auf dem Fuß (90.+2), ehe Marius Borgert alle Zweifel am Stadtlohner Erfolg beendete (90.+5).

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