Westfalia Rhynern startet mit 3:0-Erfolg in Ennepetal

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Beim SV Westfalia Rhynern wird wieder gejubelt.

Ennepetal - In der Hinserie war es alles andere als nach Wunsch für den SV Westfalia Rhynern gelaufen. Doch im ersten Spiel der Rückrunde in der Fußball-Oberliga sorgte das Team vom Papenloh gleich für einen Paukenschlag und gewann beim Ligasechsten TuS Ennepetal nach einer starken Leistung völlig verdient mit 3:0 (2:0).

„Man hat gesehen: Wir sind wieder da“, freute sich Trainer Björn Mehnert – und fügte angesichts der Konstellation am Tabellenende hinzu: „Bei den Ergebnissen war dieser Erfolg aber auch unbedingt nötig.”

Von Beginn an spielten die Rhyneraner auf dem Kunstrasenplatz des Bremenstadions klasse auf, bestimmten die Partie fast nach Belieben und überaschten damit sogar ein wenig ihren eigenen Coach. „Na klar hatten wir gut trainiert und auch eine gute Vorbereitung absolviert. Die Jungs sind auch fit und hatten richtig Bock. Aber im Gegensatz zu Ennepetal wussten wir gar nicht, wo wir stehen. Der TuS hatte schon seinen Rhythmus gefunden, wir überhaupt noch nicht“, sagte Mehnert und erinnerte damit daran, dass sein Team in diesem Jahr noch gar kein Pflichtspiel bestritten hatte, die Gastgeber dagegen schon zwei, die sie beide erfolgreich gestalteten.

Doch für einen dritten Sieg kamen die Ennepetaler gestern überhaupt nicht in Frage, zu abgeklärt agierte der Tabellenzwölfte aus Rhynern. „In der ersten Halbzeit waren wir sehr aggressiv, haben den Gegner weit weg von unserem Tor gehalten, hatten ein gutes Umschaltspiel und hätten eigentlich höher als 2:0 führen müssen“, meinte der Coach später. Nachdem Than-Tan Tran noch über das Tor gezielt hatte (12.), machte es Tim Neumann besser. Nach einer Ecke von Salvatore Gambino setzte sich der Innenverteidiger wuchtig durch und sorgte per Kopf für die 1:0-Führung der Gäste (19.). Noch vor der Pause ließ Lennard Kleine das 2:0 folgen. Als Gambino an TuS-Torwart Marvin Weusthoff gescheitert war, drückte Kleine den Abpraller über die Linie (35.). Zwei Minuten später hätte Gambino sogar den dritten Treffer folgen lassen können, doch er traf nur das Außennetz. Ennepetal hatte vor dem Wechsel lediglich eine Chance, aber Rhynerns Keeper Alexander Hahnemann parierte den Schuss aus nächster Nähe von Leon Enzmann (39.).

Im zweiten Durchgang änderte sich das Blatt aber. Denn der TuS drängte mit aller Macht auf den Anschlusstreffer, agierte bei eigenem Ballbesitz nicht mehr mit einer Vierer-, sondern mit einer Dreierkette in der Abwehr, zog einen Akteur vor und hatte dadurch ein Übergewicht im Mittelfeld. Doch Hahnemann war für die Gastgeber ein unüberwindbares Bollwerk, der Keeper reagierte prächtig gegen Nils Nettersheim (56.) oder auch Enzmann (63.) und bewahrte sein Team davor, dass die Partie noch einmal eng wurde. Auf der anderen Seite verpassten Kleine (71.) und auch Gambino (73.) gute Konterchancen, so dass es letztlich bis zur 84. Minute dauerte, ehe Kleine ein Zuspiel von Tran aufnahm, an Weusthoff vorbei zum 3:0-Endstand einschob und damit alle Unklarheiten in dieser Begegnung beseitigte. „In der Mitte der zweiten Hälfte standen wir nicht gut, haben Ennepetal im Zentrum zu viel Raum gelassen. In dieser Phase hat Alex wirklich stark gehalten. Da hätte die Partie auch kippen können“, sagte Mehnert, der übrigens unmittelbar vor der Verlängerung seines Vertrages in Rhynern steht. Nach Informationen der WA-Sportredaktion wird der SV Westfalia Rhynern noch in dieser Woche offiziell verkünden, dass der 39-Jährige ein weiteres Jahr die sportlichen Geschicke am Papenloh leiten wird. Mehnert, der vor Weihnachten mit einem Wechsel zu einem anderen Verein – unter anderem wurde er mit dem Stadtrivalen Hammer SpVg in Verbindung gebracht – kokettiert hatte, wird dann im Sommer in seine sechste Saison als Cheftrainer des SV Westfalia gehen.

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