Westfalia Rhynern holt einen Punkt gegen RW Ahlen

+
Erst in der letzten halben Stunde agierten die Rhyneraner beim 1:1 gegen RW Ahlen so energisch und zielstrebig wie hier Felix Bechtold, der am Ex-HSVer Felix Backszat vorbeizieht.

HAMM - Die Spieler des SV Westfalia Rhynern können sich auf eine recht stressfreie Trainingswoche freuen. Denn nach dem 1:1 (0:1) im Oberliga-Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten RW Ahlen war Coach Björn Mehnert trotz einer schwachen Leistung im ersten Durchgang am Ende durchaus zufrieden.

„Je mehr die Jungs in der Meisterschaft marschieren, umso entspannter werden die Einheiten. Das machen sie derzeit recht gut“, sagte der 37-Jährige – und fügte hinzu: „Ich hoffe, das bleibt auch so.“ In den ersten 65 Minuten der Partie hatte es allerdings eher danach ausgesehen, dass die Mehnert-Schützlinge auf dem Trainingsplatz mächtig Gas geben müssen. Denn lange Zeit war bei den Platzherren überhaupt nichts zusammengelaufen. Lediglich in den ersten zehn Minuten war die Westfalia ein Gegner auf Augenhöhe gewesen, danach bestimmten die Ahlener nach Belieben das Geschehen. „Wenn wir das zweite Tor machen, sind wir hier durch“, sagte RWA-Innenverteidiger Maik Bollmann. Und der alte und neue Gäste-Trainer Marco Antwerpen betonte: „Wir waren sehr dominant, haben aber vergessen, den Deckel drauf zu machen.“

Denn die Rot Weissen hatten ihre Überlegenheit lediglich in einen Treffer umgemünzt. Nach einem Eckball von Julius Richter stand Alessio Wilms Dell’Unto nicht nur goldrichtig, sondern auch mutterseelenallein am Fünf-Meter-Raum und köpfte zum 0:1 ein (42.). Ansonsten ließen die Ahlener, die die Rhyneraner schon früh unter Druck setzten und somit viele leichte Ballgewinne zu verzeichnen hatten, ihre weiteren Chancen ungenutzt liegen. „Das war Angsthasenfußball, den wir gezeigt haben. Das war gar nichts von uns“, sagte David Schmidt, der per Kopfball nach einer Ecke von Dennis Rödel die einzige Möglichkeit für die Platzherren besaß (32.), das Gehäuse aber deutlich verfehlte.

Mehr Bilder vom Spiel

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - RW Ahlen 1:1

Und die Partie schien auch nach dem Wechsel keine Wende zu nehmen, denn die Ahlener waren weiter das tonangebende Team, wussten aber erneut ihre Chancen nicht zu nutzen. So kam Arda Nebi nach einem Gemeinschaftsfehler von Torben Menne und Dennis Wegner an den Ball, traf aber nur die Oberkante der Latte (56.). Und zehn Minuten später scheiterte Richter an Rhynerns Torwart, der per Fußabwehr zur Ecke klärte (66.).

Danach kippte die Partie. Die Rhyneraner, die zur Pause vom 4-3-3- auf ihr bewährtes 4-2-3-1-System umgestellt hatten, erwachten aus ihrem Tiefschlaf, nahmen die Zweikämpfe an, machten die Räume enger, waren handlungsschneller und zielstrebiger. Die Gäste hatten nun große Mühe, in der Defensive halbwegs den Überblick zu behalten, Diesen verloren sie dann aber in der 76. Minute auf entscheidende Weise. Mit dem ersten gelungenen Spielzug hatte sich Denis Rödel auf der linken Seite bis zur Grundlinie durchgesetzt und in die Mitte gepasst, wo der zur Pause eingewechselte Dimitrij Seludko zum 1:1 traf. „Ich freue mich natürlich, dass ich der Mannschaft mit der Vorlage helfen konnte“, strahlte Rödel.

In der Schlussviertelstunde waren die Rhyneraner dem Siegtreffer sogar deutlich näher als die Ahlener, aber Seludko (81.), Felix Bechtold (83.) und Rödel (87.) waren bei ihren Möglichkeiten nicht zielstrebig und entschlossen genug. „Wenn wir da noch getroffen hätten, wäre das schon sehr glücklich gewesen“, gab Mehnert nach dem Abpfiff zu. „Zur Pause waren wir froh, dass wir nur mit 0:1 in Rückstand lagen. Am Ende aber war das 1:1 verdient.“ Ähnlich bewertete Antwerpen den Ausgang der Begegnung: „Glückwunsch an Rhynern. Wenn man vier Tage nach dem 2:2 gegen Gütersloh wieder so eine Leistung zeigt, dann weiß man, dass die Mannschaft gut auf- und taktisch stark eingestellt ist.“ - –pad–

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare