Verdienter 2:0-Sieg für Rhynern

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Großchance: Felix Bechtold scheitert an Rheines Torwart Andre Epker.

HAMM - Zeitlich lagen gerade einmal sieben Tage zwischen den beiden Auftritten. In fußballerischer Hinsicht waren es jedoch Welten. „Das war kein Vergleich zur vergangenen Woche“, sagte Björn Mehnert, Trainer des Oberligisten Westfalia Rhynern. Was sich auch im Ergebnis niederschlug. Denn auf die bittere Heimniederlage nach schwacher Leistung gegen Sprockhövel folgte gestern ein hochverdientes 2:0 (0:0) nach einer enorm engagierten Darbietung gegen Eintracht Rheine.

Dennoch war Mehnerts Freude nicht überschwänglich. „Die Jungs müssen sich hinterfragen“, meinte Mehnert mit Blick auf die beiden Extreme binnen so kurzer Zeit und die generellen Schwankungen. „Es muss möglich sein, so eine Leistung regelmäßiger abzurufen.“

Tatsächlich waren die Gastgeber von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, waren sichtlich gewillt, den ersten Heimsieg in diesem Kalenderjahr einzufahren. Allerdings hatten sie zunächst eine Schrecksekunde zu überstehen, als ein 22-Meter-Schuss von Julius Hölscher an den Pfosten des von Dennis Wegner gehüteten Gehäuses klatschte (15.). In der Folge allerdings sollte der Westfalia-Schlussmann einen ziemlich geruhsamen Nachmittag verleben, Rheine kam kaum noch zwingend vor seinen Kasten. Was vor allem daran lag, dass Rhynern den Aufbau der Eintracht durch hohe Laufbereitschaft und großen Einsatz empfindlich störte.

Im Mittelfeld gewannen die Platzherren den Großteil der Zweikämpfe, schalteten zudem immer wieder schnell um – und waren so das deutlich gefährlichere Team. Schon Felix Bechtold hätte die Westfalia in Führung bringen müssen, als er nach einem Pass von Sergej Petker völlig freistehend zweimal am glänzend reagierenden Rheiner Keeper Andre Epker scheiterte (22.). Zwei Minuten später stand diesem der Pfosten bei einem Schuss von Burak Yavuz nach Flanke von Denis Rödel helfend zur Seite. „Rhynern war unheimlich präsent, hat mit einem klaren Plan Fußball gespielt“, zollte Rheines Trainer Uwe Laurenz den Gastgebern Respekt für eine „sehr routinierte, sehr clevere“ Vorstellung.

Auch nach dem Wechsel. Ein Distanzschuss von Rafael Figueiredo war die letzte halbwegs gefährliche Annäherung der Gäste an das Rhyneraner Gehäuse (47.), in der Folge arbeitete die Westfalia weiter unermüdlich auf den Führungstreffer hin. Und die Bemühungen endeten ein weiteres Mal am Aluminium, als der von Petker gut in Szene gesetzte Bechtold den Innenpfosten traf (56.). „Wir haben einen enorm hohen Aufwand betrieben“, sagte Mehnert. „Vom Engagement her war das eine tolle Leistung, spielerisch eine gute.“

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Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - Eintracht Rheine 2:0

Einwechselung Kleines zahlt sich aus

Was fehlte, war der Lohn. Und der folgte nach der Einwechselung von Lennard Kleine. Gerade einmal sechs Minuten war der Angreifer auf dem Feld, als er einen Pass von Yavuz fein verarbeitete, Epker umspielte und den Ball zum 1:0 ins leere Tor schob (67.). Danach verstärkte Rheine zwar die Bemühungen, brachte die Gastgeber allerdings nicht ins Wanken. Rhynern hielt weiter mit unermüdlicher Arbeit dagegen, machte aber lange zu wenig aus den sich bietenden Räumen. „Wir hätten sogar noch das eine oder andere Tor mehr erzielen können“, meinte Mehnert.

So machten es die Gastgeber bis in die Schlussphase unnötig spannend, ehe Kleine zum zweiten Mal zuschlug: Bechtold bediente den an der Mittellinie gestarteten Stürmer gegen die weit aufgerückten Gäste mit einem Pass Richtung linke Außenlinie. Kleine spitzelte den Ball am herausgeeilten Epker vorbei, strebte dem verwaisten Eintracht-Tor entgegen und machte den Erfolg perfekt (86.).

Ein Erfolg, der für Mehnert das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung war. „Heute hat man gemerkt, dass wir ein Team sind“, freute sich der Coach. „Jeder hat sich mitgefreut. Auch die, die nicht zum Einsatz gekommen sind. So muss es sein.“ - fh

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